Platz 20 belegte der deutsche Beitrag von Alex Swings Oscar Sings! beim Finale in Moskau.
Moskau hieß das Ziel 2009 für alle Fans des Eurovision Song Contest. Erstmals in der Geschichte des ESC hatte Russland im Jahr zuvor mit Dima Bilan den Contest für sich entscheiden können. Das Russland eine Show der Superlative veranstalten würde, war schnell klar. Als Cheforganisator für den ESC 2009 ernannte Ministerpräsident Wladimir Putin umgehend nach dem Sieg von Dima Bilan in Belgrad seinen Stellvertreter.
Rund 30 Millionen Euro soll Channel One Russia, der gastgebende Fernsehsender für die Shows ausgegeben haben. Die Bühne in der Moskauer Olympia-Halle, in der die drei Shows stattfanden, war die größte, die es jemals in der ESC-Geschichte gab: Sie war 400 Quadratmeter groß, auf der Bühne wurden ein Drittel aller auf der Welt verfügbaren LEDs verbaut.
Aber auch musikalisch gesehen war der 54. Eurovision Song Contest ein Wettbewerb der Superlative. Ein starker Jahrgang, viele Stars traten selbst auf oder waren an einzelnen Acts beteiligt. Deutschland schickte in diesem Jahr mit der US-amerikanischen Burlesquetänzerin Dita von Teese einen internationalen Superstar ins Rennen. Sie sang zwar nicht, sollte aber die Interpretation des deutschen Beitrags "Miss Kiss Kiss Bang" von Alex Swings Oscar Sings! abrunden: Als Miss Kiss tanzte sie über die Bühne. Leider reichte es auch in diesem Jahr nicht für eine vordere Platzierung für den deutschen Beitrag, Platz 20 kam am Ende heraus.
Ein singender Superstar kam aus Frankreich. Patricia Kaas trat mit einem klassischen französischen Chanson an. "Et s’il fallait le faire", so der Titel, es reichte am Ende für einen respektablen achten Platz. Weiter vorn landete Jade, die mit "My Time" für Großbritannien ins Rennen ging. Sie kam mit dem von Sir Andrew Lloyd Webber komponierten Song auf Platz fünf. Ein weiterer großer Name: Der griechische Superstar Sakis Rouvas. Er flog mit seinen "This Is Our Night" auf den siebten Platz - das war für manchen aus der griechischen Delegation eine herbe Enttäuschung, denn sie glauben fest an den Sieg ihres Stars. Der Auftritt in Moskau war für den schönen Griechen bereits der zweite auf der ESC-Bühne: 2004 holte er in Istanbul mit "Shake It" den dritten Platz.
Dänemark schickte den kleinen Bruder von Ronan Keating nach Moskau - zumindest konnte man das glauben, wenn man Brinck sah und hörte. Sein Lied "Believe Again" landete auf dem 13. Platz und es stammte auch aus der Feder von Ronan Keating. Der deutsche Grand-Prix-Veteran Ralph Siegel konnte auch 2009 seine Finger nicht vom ESC lassen. Er stand hinter dem Lied "Get Out of My Life", gesungen von Andrea Demirovic für Montenegro. Für Siegel war es die 19. Teilnahme am Wettbewerb, die dieses Mal allerdings schon im Halbfinale endete.
Der Star des ESC 2009: Der Norweger Alexander Rybak gewann den Contest.
Auf den ersten Platz schaffte es aber keiner der großen Namen - sondern der bereits Wochen vor dem Finale favorisierte Norweger Alexander Rybak bezauberte mit seinem "Fairytale" das europäische Publikum und gewann haushoch mit 387 Punkten vor der Isländerin Yohanna. Die junge Sängerin mit ihrer Ballade "Is It True" hatte niemand auf der Rechnung gehabt. Doch in den Proben wurde schnell klar: Diese starke Stimme hat Potenzial sollte auf keinen Fall unterschätzt werden. Groß war dann auch die Freude, als sie souverän den Einzug in das Finale schaffte und sich dort letztendlich auf den zweiten Platz sang.
Auf den hinteren Plätzen landete in diesem Jahr der spanische Beitrag. Soraya wurde mit "La noche es para mi" Vorletzte, Waldo’s People mussten sich mit "Lose control" mit dem letzten Platz zufriedengegeben.
In der Finalwoche versorgte Moskau die internationalen ESC-Gäste mit vielen Partys am Abend und in der Nacht im Eurodom. Wer aber auf Grand Prix Musik hoffte, wurde meist enttäuscht. In den vergangenen Jahren wechselten sich die DJs der europäischen Fanclubs am Musikpult ab - das ließen die russischen Organisatoren nicht zu. So verlagerten sich die Partys ab Mitternacht ins nahegelegene Eurocafé. Dort feierten die Fans zu den Klassikern vergangener Grand Prix Tage bis in die frühen Morgenstunden.
Datum: 16. Mai 2009
Gastgeber: Moskau / Russland
Teilnehmer: 42
Abstimmungsmodus: Televoting und Juryvoting
Top 3 1990

Mit seinem Song "Fairytale" hat der Norweger den Grand Prix 2009 gewonnen.
Alex Christensen und Oscar Loya vertraten Deutschland 2009 beim ESC.

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