André Claveau trat 1958 für Frankreich an und gewann den Grand Prix.
Nicht nur Margot Hielscher, auch andere wohlbekannte Interpreten traten im niederländischen Hilversum zum wiederholten Male bei der Eurovision an: Lys Assia aus der Schweiz und Vorjahrssiegerin Corry Brokken aus den Niederlanden. Keine von ihnen schaffte es allerdings ihren Triumph zu wiederholen. Erster wurde der Franzose André Claveau mit dem Schlaflied "Dors, mon amour" mit drei Punkten Vorsprung vor Lys Assias deutschsprachigem Titel "Giorgio". Corry Brokken kam zusammen mit Solange Berry, die für Luxemburg sang, nur auf den letzten Platz.
Die Zuschauerzahlen bei den ersten Wettbewerben waren naturgemäß gering. Allein in Deutschland verfügten zu diesem Zeitpunkt spärliche fünf Prozent aller Haushalte über ein Fernsehgerät.
Schweden nahm erstmalig am Wettbewerb teil und schickte die renommierte Jazzinterpretin Alice Babs mit "Lilla stjärna" ins Rennen. Der biedere und unambitionierte Vortag hätte fast ihre Karriere ruiniert.n.
Dass nicht nur ein Sieg beim Song Contest Grundstein für eine internationale Gesangskarriere ist, bewies das Lied "Nel blu, dipinto di blu" des Italieners Domenico Modugno, das später unter dem Titel "Volare" ein Welthit wurde. Allein in Frankreich wurde es in über vierzig Fassungen neu eingespielt.
Modugno erhielt für den Song drei Grammy Awards für den besten Titel eines männlichen Interpreten und schaffte außerdem den ersten Platz in den amerikanischen Billboard Charts. Beim Grand Prix Eurovision De La Chanson erreichte Modugno nur den dritten Rang.
Datum: 12. März 1958
Gastgeber: Hilversum / Niederlande
Teilnehmer: 10
Abstimmungs-Modus: Jurywertung
Top 3 2006

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