Das dreisprachige Land zählt zu den Gründern des Eurovision Song Contests 1956 - und gewann ein Mal: Sandra Kim holte die Trophäe 1986 mit "J’aime la vie".
Nach wie vor werden die belgischen Songs im Wechsel vom wallonischen und flämischen Fernsehen bestimmt. 2007 in Helsinki reichte es nur für den drittletzten Platz im Halbfinale. In Belgrad 2008 war die Gruppe Ishtar mit dem Song "Oh Julissi" angetreten. Sie hatte zum zweiten Mal in Belgiens ESC- Geschichte versucht, mit einer Kunstsprache auf die Jagd nach Länderpunkten zu gehen. Allerdings mit wenig Erfolg: Landete Urban Trad 2003 noch auf dem zweiten Platz, endete die Teilnahme für Ishtar schon im Halbfinale.
Mit Tom Dice wendete sich 2010 das Blatt. "Me And My Guitar" überzeugt in Oslo Juroren wie Zuschauer und wurde mit dem sechsten Platz belohnt. Das verdankte der Sänger mit der Schmusestimme auch den zwölf Punkten aus dem Nachbarland Deutschland.
Doch der Erfolg von 2010 setzte sich in Düsseldorf nicht fort: "With Love Baby" präsentierten 2011 die sechs Sänger und Sängerinnen von Witloof Bay. Der A-Capella-Song kam beim Publikum aber nicht an: Die Belgier mussten nach dem Halbfinale ihre Koffer packen.
2012 soll die junge Sängerin Iris Belgien wieder einen Platz im Finale sichern. Doch zuvor muss sie das erste Halbfinale am 22. Mai überstehen.

Was unser Nachbarland musikalisch auszeichnet, weiß Irving Wolther.

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