Einerseits ist Serbien schon lange beim ESC dabei, andererseits verzeichnet der Balkanstaat offiziell erst wenige Teilnahmen am ESC. Dieser Widerspruch erklärt sich aus der bewegten Geschichte des Landes: Als Teil Jugoslawiens reicht die ESC-Geschichte Serbiens bis in das Jahr 1961 zurück. Seitdem nahm der Vielvölkerstaat am Mittelmeer am Grand Prix teil. Damit war Titos Jugoslawien das einzige Land aus dem östlichen Europa, das bereits vor der politischen Wende vom 1989/90 am Eurovision Song Contest teilnahm und nicht an der Konkurrenzveranstaltung der Intervision.
1989 gewann Riva mit dem Titel "Rock Me". Im folgenden Jahr fand der Song Contest im heutigen Kroatien statt, in Zagreb. Mit den Balkankriegen seit Beginn der 1990er-Jahre endete die Teilnahme Jugoslawiens am ESC.
In den Jahren 2004 und 2005 trat Serbien gemeinsam mit Montenegro an. Nachdem sich Montenegro 2006 von Serbien losgesagt hatte, kehrten beide Länder getrennt voneinander 2007 zum Song Contest zurück. Für Serbien wurde das Unternehmen Grand Prix gleich ein voller Erfolg: Marija Serifovic holte mit "Molitva" 2007 den Sieg - als Serbien erstmals eigenständig antrat.
2011 startete Nina mit einem souligen Retro-Song in Düsseldorf: "Caroban" landete am Ende auf Platz 14.
In diesem Jahr tritt Željko Joksimovic für Serbien beim ESC an. Mit seinem selbst komponierten Song "Nije Ljubav Stvar" kann sich der erfahrene ESC-Kandidat am 24. Mai für das Finale qualifizieren.

Die wechselvolle Geschichte des Landes spiegelt sich in der Musik wider.

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