Stand: 25.05.16 16:54 Uhr

ESC 2016 erreicht 204 Millionen Menschen weltweit

Der weltweite Erfolg des Eurovision Song Contest 2016 kann nun in Zahlen gemessen werden. Die drei Shows des ESC am 10., 12. und 14. Mai haben 204 Millionen Fernsehzuschauer weltweit erreicht. Damit ist auch der Zuschauerrekord des vergangenen Jahres gebrochen. Mit einem durchschnittlichen Marktanteil von 36,6 Prozent beim Finale (verteilt auf 40 Märkte der einzelnen Länder) war die ESC-Quote 2016 doppelt so hoch wie die Standard-Quote der beteiligten Fernsehsender zur Primetime.

"Wir sind begeistert darüber, dass das Publikum des Eurovision Song Contests weiter wächst und der ESC jetzt über 200 Millionen Menschen auf der ganzen Welt erreicht," sagte die Leiterin der Generaldirektion der EBU, Ingrid Deltenre, die im April die renommierte Karlsmedaille für den ESC entgegengenommen hatte. "60 Jahre, nachdem der erste Eurovision Song Contest in Lugano stattgefunden hat, könnten wir nicht stolzer darauf sein, dass dieses Event immer noch die Kraft besitzt, Zuschauer aller Altersklassen rund um die Welt zu vereinen."

Der ESC war besonders erfolgreich in der schwer zu erreichenden jungen Zielgruppe: In diesem Jahr haben im Schnitt 42,4 Prozent der 15- bis 24-jährigen Fernsehzuschauer die Finalshow am Samstag des Pfingstwochenendes gesehen - normalerweise sind es gerade einmal 10,4 Prozent.
Auch nach einzelnen Ländern aufgeschlüsselt wurden vielerorts Traumquoten erreicht. Im Gastgeberland Schweden haben 84,7 Prozent der Fernsehzuschauer das große Finale gesehen - dies ist die höchste Zuschauerzahl seit dem Jahr 2000, in dem Schweden ebenfalls den ESC ausrichten durfte. In Island waren es sogar 95,3 Prozent, obwohl es der isländische Beitrag von Gréta Salóme nicht ins Finale geschafft hatte. Im Gewinnerland Ukraine reichten 1,5 Millionen Zuschauer beim Finale für die besten Zahlen seit 2010.

Höchste Quote in Deutschland seit Lenas Sieg

Die EBU legt ihren Berechnungen die Nettoreichweite zugrunde, also die Zahl der Menschen, die zur Show eingeschaltet und diese zumindest kurz - mindestens eine Minute lang - gesehen haben. In Deutschland werden üblicherweise die durchschnittlichen Zuschauerzahlen der Show genannt.
Deutschland hat im Finale zwar die niedrigste Punktzahl aller Teilnehmer erzielt, dafür allerdings die beste Quote seit dem Jahr nach dem Sieg von Lena beim ESC in Oslo 2010 erreicht. 9,3 Millionen Zuschauer - das entspricht einem Marktanteil von 36,8 Prozent. Die Nettoreichweite der Finalshow liegt in Deutschland bei über 22 Millionen Menschen.

Nicht zu vernachlässigen sind die Zugriffszahlen auf die Livestreams im Netz. 2,6 Millionen mal wurden Streams während der drei Finalshows über eurovision.tv und YouTube abgerufen, im Anschluss an die Show gab es noch weitere 5,3 Millionen Videoabrufe. Zusätzlich haben 20 Radiosender das Finale des 61. ESC live übertragen.

Dieses Thema im Programm:

Das Erste | Eurovision Song Contest | 14.05.2016 | 21:00 Uhr

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Weitere Informationen

Platzierungen im Finale

1. Ukraine: Jamala - "1944"
2. Australien: Dami Im - "Sound Of Silence"
3. Russland: Sergey Lazarev - "You Are The Only One"
4. Bulgarien: Poli Genova - "If Love Was A Crime"
5. Schweden: Frans - If I Were Sorry"
6. Frankreich: Amir - "J'ai cherché"
7. Armenien: Iveta Mukuchyan - "Love Wave"
8. Polen: Michał Szpak - "Colour Of Your Life"
9. Litauen: Donny Montell - "I've Been Waiting For This Night"
10. Belgien: Laura Tesoro - "What's The Pressure"
11. Niederlande: Douwe Bob - "Slow Down"
12. Malta: Ira Losco - "Walk On Water"
13. Österreich: Zoë - "Loin d'ici"
14. Israel: Hovi Star - "Made Of Stars"
15. Lettland: Justs - "Heartbeat"
16. Italien: Francesca Michielin - "No Degree Of Separation"
17. Aserbaidschan: Samra Rahimli - "Miracle"
18. Serbien: Sanja Vučič - "Goodbye (Shelter)"
19. Ungarn: Freddie - "Pioneer"
20. Georgien: Young Georgian Lolitaz - "Midnight Gold"
21. Zypern: Minus One - "Alter Ego"
22. Spanien: Barei - "Say Yay!"
23. Kroatien: Nina Kraljić - "Lighthouse"
24. Großbritannien: Joe and Jake - "You're Not Alone"
25. Tschechische Republik: Gabriela Gunčíková - "I Stand"
26. Deutschland: Jamie-Lee - "Ghost"