Stand: 15.05.16 18:00 Uhr

ESC-Favoriten: Das Orakel von Stockholm

Sergey Lazarev (Russland), Dami Im (Australien) und Amir (Frankreich) (Collage) © NDR Fotograf: Rolf Klatt

Spätestens seit das bombastische Video des russischen Kandidaten Sergey Lazarev die Runde machte, galt er in der ESC-Gemeinde als Favorit. Auch der Multikulti-Franzose Amir wurde von Beginn an hoch gehandelt. Beim Fantreffen "Eurovision in Concert" in Amsterdam strahlte dann ein neuer Stern am Contest-Himmel: die Österreicherin Zoë eroberte mit ihrem Chanson "Loin d'ici" die Herzen der Fans. Dann starteten die Proben in Stockholm. Im ersten Halbfinale beeindruckte der Niederländer Douwe Bob nicht nur mit einer Zehn-Sekunden-Pause mitten in seinem lässigen Country-Song "Slow Down". Im zweiten Halbfinale hinterließ die Ukrainerin Jamala einen starken Eindruck mit ihrer dramatischen Ballade "1944" über die Vertreibung der Krimtataren. Aber auch die Australierin Dami Im sorgte für Schlagzeilen. Sollte sie die ESC-Trophäe 2016 ans andere Ende der Welt holen? Journalisten, Fans und Experten waren sich bei ihren Siegertipps wie immer uneinig - sonst wäre es ja auch langweilig. Wir hatten vor dem Finale die Prognosen der Wettbüros, der eurovision.de-User und die Google-Trends genauer unter die Lupe genommen.

Russland in den Wettbüros vorn

Glaubt man den Wettbüros, wäre die ESC-Karawane im kommenden Jahr nach Russland gezogen. Doch die Quoten lagen eng beieinander. Dami Im folgte Sergey Lazarev dicht auf den Fersen. Auf Platz drei und vier der Wettlisten standen Amir und Frans aus dem Gastgeberland Schweden mit seinem Song "If I Were Sorry". Aus deutscher Sicht war noch zu hoffen, dass die Wettgemeinde daneben liegt, denn sie sah Jamie-Lee auf den hinteren Rängen.

Sergey Lazarev top bei Google-Trends

Ein Blick auf die Trends bei Google hätte ebenfalls ein Hinweis auf den zukünftigen ESC-Sieger sein können. Auch hier tauchte der Russe besonders häufig unter den meistgegoogelten ESC-Künstlern auf - sowohl in Deutschland, als auch weltweit. Dass Jamie-Lee in Deutschland zu den meistgesuchten Namen gehörte war wenig überraschend. Doch auch nach Außenseitern, wie dem Polen Michał Szpak, wurde viel geforscht - vielleicht ist die Suchmaschine doch nicht so geeignet als Favoritenorakel.

Eurovision.de-User setzen auf Australien und Frankreich

Für die eurovision.de-User lagen Down Under und Frankreich ganz oben. Nach Voting-Ende (Stand: 14.5.2016, 12.45 Uhr) führte die Australierin mit den koreanischen Wurzeln das Feld an, gefolgt von Amir aus Frankreich und Jamie-Lee. Bereits in unseren vier Songcheck-Sendungen hatten sich die ESC-Fans intensiv mit den Kandidaten auseinandergesetzt. Damals sahen die User, Gäste und Experten den Franzosen Amir vorn, gefolgt von der Bulgarin Poli Genova, der Spanierin Barei, der Belgierin Laura Tesoro und der Ukrainerin Jamala. Damit bewiesen sie ein sicheres Gespür für Songs mit Finalqualität. Die fünf Kandidaten schafften es tatsächlich in die Endrunde, Poli Genova, Laura Tesoro und Amir in die Top-10 und Jamala hat den ESC 2016 am Ende sogar gewonnen.

Dieses Thema im Programm:

Das Erste | Eurovision Song Contest | 14.05.2016 | 21:00 Uhr