Los geht's: Der Startschuss zum 1. Halbfinale des Eurovision Song Contest 2011 fiel pünktlich um 21.00 Uhr.
Begrüßt wurden die Zuschauer im Saal und das TV-Publikum in über 50 Ländern vom Moderatoren-Trio Anke Engelke, Stefan Raab und Judith Rakers (v.l.) - mehrsprachig und sehr launig. Vor allem Comedian Engelke und Moderator Raab lieferten sich den ein oder anderen Schlagabtausch.
Mit diesem Auftritt war der Künstlerreigen beim Eurovision Song Contest 2011 dann eröffnet: Magdalena Tul stand für Polen auf der Bühne ...
... und sang ihren Song "Jestem" - allerdings mit einigen Unsicherheiten. Ob es an Startplatz eins lag? Beim Voting gab das jedenfalls keine Mitleidspunkte: Polen schied am Ende aus.
Die Norwegerin zeigte sich da deutlich selbstbewusster: Das skandinavische Land wurde in diesem Jahr von Stella Mwangi präsentiert. Sie trat im goldenen Kleid auf ...
... und sang ihr "Haba Haba" mit allerbester Laune. Leider brachte ihr das keine Pluspunkte: Auch Norwegen schaffte es nicht ins Finale.
Aurela Gaçe war die rote Zora im diesjährigen Teilnehmerfeld.
Mit feuerrotem Haar und sehr viel Energie präsentierte sie ihren Song "Feel The Passion". In Europa kam das allerdings nicht an: Albanien ist draußen.
"Boom Boom": Mit ordentlich Wumms und einem äußerst tanzbaren Popsong trat Emmy für Armenien an.
Den Boxhandschuh gab es gleich zwei Mal: an Emmys Hand und als Sitzmöbel auf der Bühne. Für einen Einzug ins Finale reichte die Schlagkraft aber nicht.
Die Türkei setzt in diesem Jahr wieder auf Rock: "Live It Up" krachte gleich ordentlich los - und Pyrotechnik kam natürlich auch zum Einsatz.
Yüksek Sadakat legten insgesamt einen rockigen, souveränen Auftritt hin. Doch am Ende gab es die Überraschung: Die Türkei schaffte es wider Erwarten nicht ins Finale.
Poppig, knallig, bunt: Der Auftritt der Serbin Nina weckte Erinnerungen an die Sixties ...
... dazu trugen auch die Backgroundsängerinnen bei: Drei Engel für Nina und ihren poppigen Song "Caroban", der übersetzt "Magie" heißt. Der Retro-Schick kam an, Nina steht im Finale.
Auch mit Alexey Vorobyov gibt es ein Wiedersehen am Samstag. Der Russe hatte bei seinem Auftritt gleich mit einer Überraschung losgelegt: Sein Song "Get You" begann mit einem völlig neuen Intro.
Ansonsten griff Vorobyov auf seine Erfahrungen als Stuntman zurück: Er lieferte einen sicheren Auftritt mit akrobatischen Einlagen ohne Patzer.
Anna Rossinelli präsentierte ihren Song eher auf die fluffige Art: Auf der Leinwand im Hintergrund schwebten Wölkchen, Sternchen und Seifenblasen im Psychedelic-Look ein ...
... und Anna selbst präsentierte ihren Gute-Laune-Song höchst souverän. Deswegen wollen die Zuschauer sie wohl auch gerne ein zweites Mal sehen: Die Schweiz hat es überraschend ins Finale geschafft.
Mit deutlich härterer Gangart versucht es Georgien in diesem Jahr. Eldrine gaben alles und lieferten harten Rock mit HipHop-Einlage - und etwas science-fiction-mäßig anmutenden Kostümen. Das Konzept ging auf: Eldrine sind im Finale.
Frieden auf Erden und ein Hoch auf die Natur: Paradise Oskar ist der Cat Stevens unter den diesjährigen ESC-Teilnehmern ...
... und scheint mit dem Konzept "Ein Mann, eine Gitarre, ein bisschen Öko" gut anzukommen: Der junge Finne wird auch im Finale singen.
Viel Feuer und viel Kosmetik gab es beim Auftritt von Glen Vella.
"One Life" hieß die Uptempo-Nummer des Maltesen - die allerdings nicht über das Halbfinale hinauskam.
Senit trat mit der Ballade "Stand By" an - und präsentierte sie gefühlvoll und sicher. Sie sang ihren Song im sommerlichen Glitzerabendkleid vor flammender Kulisse - schaffte es damit aber nicht ins Finale.
Erst schwarz mit goldener Borte, dann pink, und am Ende silbrig glitzernd: Das erste Trickkleid des Wettbewerbs lieferte Daria Kinzer.
Die Kroatin sang mit "Celebrate" eine klassische Eurodance-Nummer. Sie wird trotz vollem Einsatz aber vorzeitig in ihre Wahlheimat Wien zurückkehren müssen, für das Finale hat es nicht gereicht.
Ein bisschen Country, ein bisschen Folk - und eine tragische Geschichte brachten Sjonni's Friends mit nach Düsseldorf. Die Isländer sangen ihren Song "Coming Home" für ihren unerwartet verstorbenen Sänger Sjonni. Sie erwiesen ihm diese Ehre offensichtlich sehr gern - und werden das im Finale erneut tun können.
Mit einem überdimensionierten Ring und vergleichsweise knappem Kleid - beides in Blau - trat Kati Wolf an.
Die Ungarin fragte mit wuchtiger Stimme "What About My Dreams?", ihre Backgroundsänger tanzten sich tapfer durch den an die 80er-Jahre erinnernden Europop-Song, der zuvor favorisiert worden war. Zu recht: Ungarn ist weiter.
Dann wurde es knallbunt: Die portugiesische Spaß-Polit-Combo Homens da Luta hielt Parolen auf roten und gelben Schildern in die Höhe ...
... und sang dazu in der Landessprache den Folklore-Song "Luta É Alegria" ("Kämpfen macht Spaß"). Politisches Kabarett auf der ESC-Bühne, das allerdings im Halbfinale hängen blieb. Möglicherweise hat die Band auch nichts anderes vorgehabt.
Ein Hauch Musical wehte durch die Arena, als Evelina Sašenko die Bühne betrat.
Sie sang ihr "C'est ma vie" schwungvoll und leidenschaftlich. Das kam an: Die Litauerin hat es ins Finale geschafft.
Beim Beitrag aus Aserbaidschan fiel nicht nur Funkenregen vom Himmel ...
... es knisterte auch unter den Künstlern ganz gewaltig: Ell/Nikki sangen sich durch ein romantisches Liebesduett. Den zweiten Teil gibt es dann am Samstag im Finale.
Guck mal, wie ich tanze: Der griechische Act Loucas Yiorkas feat. Stereo Mike enterte die Bühne mit dem Song "Watch My Dance".
Hip Hop meets Bouzouki - so kann man den Beitrag wohl zusammenfassen. Griechenland wird damit jedenfalls auch im Finale vertreten sein.
Anna Rossinelli freute sich sichtlich über ihren Einzug ins Finale, wo sie auf Platz 13 startet. Die Startnummern der Gewinner des zweiten Halbfinales wurden auf der Pressekonferenz im Anschluss an die Show bekannt gegeben.
Alexey Vorobyov gehört zu den Favoriten, die im ersten Halbfinale gepunktet haben. Russland startet in der großen Finalshow auf Platz zehn.
Auch Kati Wolf hat es für Ungarn ins Finale des ESC geschafft und startet auf Platz fünf.