Can Bonomo: "Ich bin nicht abergläubisch"

  • Teilen

Can Bonomo: "Ich bin nicht abergläubisch"

von Patricia Batlle

Can Bonomo sieht sich selber als Künstler und Poet. Im Interview mit eurovision.de erzählt der Student der Filmwissenschaften, was er von seiner Startnummer 13 im zweiten Halbfinale hält.

eurovision.de: In deinem Video sieht man eine Galeere. Wie ist dein Bezug dazu, liebst du das Meer?

Can Bonomo bei "Eurovision in Concert" in Amsterdam © NDR Fotograf: Patricia Batlle

Can Bonomo: Ich liebe ich es, zu segeln. Ich habe das zehn Jahre lang gemacht. Seit drei Jahren bin leider nicht mehr dazu gekommen. Aber nach dieser Geschichte mit dem Song Contest segel ich auf jeden Fall los. Irgendwohin.

eurovision.de: Wie groß ist der Druck, ein musikalisch so erfolgreiches Land wie die Türkei beim Grand Prix zu vertreten?

Can: Ich fühle mich sehr geehrt und bin sehr stolz, es überhaupt tun zu dürfen. Es ist eine Riesenverantwortung, aber es ist okay: Schließlich geht es um einen Song Contest und ich bin Musiker. Wenn es ein Kochwettbewerb wäre, würde ich nervös sein. So vertrete ich mein Land mit dem, was ich am besten kann.

eurovision.de: Haben die Medien oder Fans Druck auf dich ausgeübt, weil die Türkei letztes Jahr erstmals nicht die Halbfinalhürde geschafft hat?

Can: Nein, denn das hat ja nichts mit mir zu tun. Die Türkei schickt jedes Jahr einen tollen Künstler mit einem guten Lied. Die erreichen manchmal viel, manchmal nichts. Man kann nicht jedes Jahr gewinnen.

eurovision.de: Beschreib dich einmal selbst.

Can: Ich bin ein sehr, sehr junger Musiker aus der Türkei, 24 Jahre alt. Ich bin auch Poet und mache Kunst in der Türkei. Ich habe ein Album veröffentlicht und studiere im Hauptfach Filmwissenschaften. Und ich bin sehr aufgeregt wegen des Eurovision Song Contest.

eurovision.de: Wie verbindest du diese künstlerischen Richtungen?

Can: Filmemachen ist das, was ich später unbedingt machen möchte. Jetzt aber noch nicht. Erst möchte ich mich auf meine musikalische Karriere konzentrieren.

eurovision.de: Bist du mit deinem Startplatz im zweiten Halbfinale zufrieden, der Startnummer 13?

Can: Das ist ein cooler Platz! Eigentlich ist es für viele eine Unglücksnummer, aber bei zwei meiner Bandmitglieder ist es die Lieblingszahl. Ich habe keine Lieblingszahl. Vielleicht wird es jetzt die 13? Abergläubisch bin ich jedenfalls nicht.

eurovision.de: Wie gefallen dir die anderen teilnehmenden Künstler?

Can: Ich mag Malta. Mit Kurt Calleja aus Malta bin ich mittlerweile auch befreundet, ich mag ihn und seinen Song. Wir haben uns in der Türkei schon getroffen und in Baku sind wir auch schon aufgetreten. Und ich liebe Montenegro, Rambo Amadeus ist cool, das Video ist so lustig.

eurovision.de: Was ist dein Ziel für Baku?

Can: Mein Ziel war es, meine Kunst zu promoten. Das ist schon gelungen. Außerdem möchte ich Spaß haben, reisen, neue Leute treffen – das habe ich alles schon erreicht. Also habe ich schon gewonnen!

Stand: 04.05.12 12:00 Uhr

Die Eurovisions-Familie

Flagge
 

Zu welchem Land gehört diese Flagge
Lösung zeigen