Elektro-Folk für ein ungleiches Paar

Die Musiker Esma Redzepova-Teodosievska und Vlatko Lozanoski-Lozano (v.l.). © MKRTV Fotograf: Marko Marinkovich Die Musiker Esma Redzepova-Teodosievska und Vlatko Lozanoski-Lozano wollen mit "Imperija" in Malmö begeistern. Mazedonien (FYR) setzt in diesem Jahr beim Eurovision Song Contest sowohl auf traditionelle, als auch auf moderne Klänge. Der Balkanstaat hat seinen Song "Imperija" vorgestellt und präsentiert eine ebenso ungewöhnliche wie lockere Nummer mit eingängigem Refrain. Das Lied vereint die landestypische Balkan-Musik mit jugendlichen Elektro-Beats. Diese bunte Mischung passt zu den bereits vor Wochen bekannt gegebenen mazedonischen Kandidaten: Mit Esma Redzepova-Teodosievska und Vlatko Lozanoski-Lozano treffen nicht nur rein äußerlich, sondern auch musikalisch zwei Welten aufeinander.

Musik aus zwei Generationen

Das mazedonische ESC-Duo trennt ein Altersunterschied von mehr als 40 Jahren. Entsprechend unterschiedlich fallen ihre Musikstile aus: Die fast 70-jährige Esma ist auch außerhalb der Landesgrenzen als Vertreterin von Roma-Klängen bekannt, während der 27-jährige Vlatko in der Welt des Pops zu Hause ist. Der junge Musiker kann beim Eurovision Song Contest in Malmö sicherlich von der langjährigen Erfahrung seiner Mitstreiterin profitieren, denn sie macht seit Jahrzehnten Musik und brachte mehr als 100 Songs und 20 Alben heraus. Er selbst ist dagegen erst seit fünf Jahren im Musikgeschäft unterwegs.

Unterschiede als Erfolgsrezept

Doch genau diese Ungleichheit des Kandidaten-Paares und der Musikstile soll das Erfolgsrezept von Mazedonien für den internationalen Musikwettbewerb sein. Das Land will in Malmö ein interessantes Duo präsentieren, das mit "Imperija" unterschiedliche Zielgruppen anspricht. Dabei gibt es neben der Liebe zur Musik sogar etwas, das die Kandidaten vereint: Beide sind in ihrem Heimatland wohlbekannt. Esma Redzepova-Teodosievska gilt als "Queen of Gypsy Music" und Vlatko Lozanoski-Lozano ist gefeierter Popstar.

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Mazedonien  Fotograf:  Britta Pedersen

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