Stand: 02.06.2010 13:21 Uhr

"Niemand außer Lena könnte Satellite singen"

von Matthias Stelte

Sie sind die Eltern von Lenas Siegersong "Satellite": Julie Frost und John Gordon. Die US-Amerikanerin Julie Frost hat den Hauptanteil an dem Song, mitten in den Wäldern des US-Bundestaats Georgia entstand die Idee zu "Satellite". Im Interview mit eurovision.de erzählen sie und der Däne John Gordon, wie es dazu kam, dass ihr Song der deutsche Beitrag zum Eurovision Song Contest 2010 wurde.

John Gordon und Julie Frost © NDR Foto: Matthias Stelte
John Gordon und Julie Frost haben "Satellite" komponiert.

Wie ist der Song "Satellite" entstanden?

Julie Frost:  Der Song ist schon ein paar Jahre alt. Die Idee dazu hatte ich in einer Hütte, mitten im Wald in Georgia in den USA. Ich habe meine Gitarre genommen und dann entstanden die Melodie und der Text. Es war zunächst ein einfacher Gitarren-Vocal-Song. Das habe ich dann John gemailt und er hat den Song fertiggestellt. Der Song kommt also aus Georgia, von dort ging es nach Dänemark, dann nach Deutschland und nun kennt ihn die ganze Welt.

Wie sieht die Zusammenarbeit aus? Haben Sie schon mehrere Songs zusammen geschrieben?

Frost: Ja, wir arbeiten bereits seit einigen Jahren zusammen, seit über zwei Jahren. Normalerweise setzen wir uns auch zusammen und schreiben gemeinsam an Songs, auch wenn es nicht immer ganz einfach ist. Ich lebe ja in den USA und John in Dänemark. Nur bei "Satellite" haben wir über Mail kommuniziert.

Und wie wurde ihr Song dann zum deutschen ESC-Song?

John Gordon: Das habe ich meiner kleinen Firma zu verdanken. Die arbeitet mit EMI zusammen und von dort hat man es zu Universal Music geschickt. Und da hat es offenbar Leute gegeben, die den Song mochten, und so kam er als Finalsong zu  "Unser Star für Oslo". Aber es fing alle ganz klein und unspektakulär in Dänemark an.

"Ich hatte noch nie vom Eurovision Song Contest gehört"

Was ist denn Ihr Bezug zum Eurovision Song Contest?

Frost: Ich hatte noch nie davon gehört. Wir waren beide sehr überrascht und erfreut, dass unser Song bei diesem Wettbewerb dabei ist.

Gordon: In Dänemark ist der ESC eine große Sache. Jeder redet darüber, aber es ist dann vieles auf den dänischen Beitrag fokussiert.

Haben Sie jemals darüber nachgedacht, einen Song für den ESC zu schreiben?

Gordon: Nein, das hatte ich nie geplant - auch das "Satellite" ein ESC-Song wird, war Zufall. Das Lied ist ja schon vor einigen Jahren entstanden, es ist eine lustige und großartige Geschichte, dass der Song nun ein ESC-Song ist.

Haben Sie sich auch andere Songs aus diesem Jahr angehört?

Frost: Ja, ich habe mir einiges angehört. Ich mag den litauischen Beitrag "Eastern European Funk", aber der ist ja leider im Halbfinale ausgeschieden.

Gordon: Ich mag den schwedischen Beitrag "This Is My Life" - aber auch der ist ja schon im Halbfinale rausgeflogen. "Satellite" ist natürlich mein Favorit.

"Lena ist großartig"

Was sagen Sie zu Lena, gefällt Ihnen die Performance und Interpretation?

Gordon: Ja, unbedingt! Ich mag ihre Art zu singen, sie ist liebenswürdig und charmant. Sie hat eine gute Stimme und ich mag die Art, wie sie sich auf der Bühne bewegt.

Frost: Lena ist großartig, sie ist fantastisch. Ich könnte mir niemand anderes vorstellen, der diesen Song singt.

Vielen Dank für das Gespräch.

Dieses Thema im Programm:

Das Erste | Eurovision Song Contest | 29.05.2010 | 21:00 Uhr

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