Corinna May 2002 bei der Kostümprobe zum Grand Prix. Sie vertrat Deutschland und belegte den 21. Platz. 1999 wurde sie disqualifiziert  Fotograf: Carsten Rehder

Deutschland: Corinna May

Corinna May 2002 bei der Kostümprobe zum Grand Prix. Sie vertrat Deutschland und belegte den 21. Platz. 1999 wurde sie disqualifiziert  Fotograf: Carsten Rehder

Beim dritten Anlauf klappt es. Nach erfolglosen Versuchen beim Vorentscheid 1999 und 2000 gewinnt Corinna May 2002 und fährt nach Tallinn.

"Im dritten Anlauf will ich es packen und endlich Deutschland vertreten." - Und sie schaffte es tatsächlich: Mit 41,1 % der Stimmen lag Corinna May beim Vorentscheid 2002 deutlich vor Joy Fleming (32,5%) und der Normal Generation (26,4%). Corinna May ging beim Eurovision Song Contest 2002 in Tallinn mit der Startnummer 18 ins Rennen.

Ihr Produzent Ralph Siegel hoffte, dass sich die Geschichte wiederholen würde: Auf diesem Startplatz gewann 1982 Nicole mit dem ebenfalls von ihm geschriebenen Song '"Ein bißchen Frieden'" für Deutschland das bislang einzige Mal die europäische Schlagerkrone. Doch es folgte ein Debakel: Corinna May wurde von 24 Teilnehmern auf einen Platz 21 gewählt.

Doch sie glaubt an sich und ihre Stimme: Corinna May, von Geburt an blind, gewann 1999 mit "Hör´ den Kindern einfach zu" die deutsche Vorentscheidung. Die stimmgewaltige Sängerin durfte jedoch nicht nach Jerusalem fahren, denn ihr Siegertitel wurde disqualifiziert, da Komponist Frank Zumbroich das Lied schon 1997 als Promo-CD veröffentlicht hatte. 2000 versuchte sie es erneut, diesmal mit einer Komposition von Ralph Siegel, unterlag jedoch mit deutlichem Abstand Stefan Raab.

Jazz und Gospel sind ihre Wurzeln

Corinna May mit ihrem Gitarristen Sascha Gerbig 1999 bei der Generalprobe zum deutschen Vorentscheid. Sie belegte den 1. Platz, wurde aber nachträglich disqualifiziert. Sie vertrat 2002 Deutschland beim Grand Prix und belegte den 21. Platz  Fotograf: Ingo Wagner

Ihre Liebe fürs Singen entdeckt Corinna May in einem Gospelchor.

May, die mit bürgerlichem Namen Corinna Meyer heißt, entdeckte bereits als Kind ihre Leidenschaft für Musik. "Mit einer Haarsprayflasche in der Hand", erinnert sie sich heute. Aus dem Spaß wurde Ernst, als sie nach einer Ausbildung zur Masseurin und einigen Auftritten mit einer Jazz-Band in einen Gospel-Chor eintrat. Da wusste Corinna May, dass sie Sängerin werden wollte: "Das Singen ist für mich nicht nur ein Beruf - ich liebe es" Einen Spruch kann die 31-Jährige aber überhaupt nicht leiden: "Du singst aber gut - obwohl du blind bist."

Ihr Song "I Can't Live Without Music" (komponiert von Ralph Siegel) landete beim Eurovision Song Contest in Tallinn auf dem 21. Platz.

Dieses Thema im Programm:

Das Erste | Eurovision Song Contest | 25.05.2002 | 21:00 Uhr

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