Mazedonien (FYR): Vlatko Ilievski

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Mazedonien (FYR): Vlatko Ilievski

von Sabine Leipertz

Die Teilnahme Mazedoniens (FYR) am Eurovision Song Contest liest sich nicht gerade wie eine Erfolgsgeschichte. 1998 debütierte der Balkanstaat beim ESC. Von den insgesamt zehn Final-Teilnahmen gab es keine Platzierung in den Top-Ten. Das bislang beste Ergebnis konnte 2006 Elena Risteka für ihr Land verbuchen. Sie landete in Athen mit "Ninanajna" auf Platz 12.

In Düsseldorf trat Vlatko Ilievski mit "Rusinka" an. Musikalisch liegt der Song, abgesehen von seinem Elektro-Pop-Intro, irgendwo zwischen Folk-Pop und Rock mit traditionellen Strömungen. Besungen wird die Liaison zwischen einem mazedonischen Jungen und einem russischen Mädchen. Inhaltlich zusammengefasst: Er versteht kein Wort von dem, was sie sagt - egal, die Musik und der Wodka verbinden.

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Mazedonien (FYR): Vlatko Ilievski - Rusinka

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Erfolgreich erst im vierten Anlauf

Vlatko Ilievski wagte 2011 bereits seinen vierten Versuch in Folge, den nationalen Vorentscheid zu gewinnen. 2008 und 2009 landete er aber nur im Mittelfeld. 2010 war er mit seinem Titel "Srekja" zwar punktgleich mit Gjoko Tanevski, da die Jury aber letztlich das Sagen hatte, flog Tanevski nach Oslo und sogleich auch nach dem Halbfinale wieder nach Hause. 2011 hatte Ilievksi es endlichgeschafft und nun die Ehre, sein Land in Düsseldorf zu vertreten.

Jon Bon Jovi auf Mazedonisch

1985 in der mazedonischen Hauptstadt Skopje geboren, begann Vlatko Ilievski bereits mit neun Jahren Gitarre und Klavier zu spielen. Später gründete er seine erste Band "Made in Macedonia". Nach erfolgreichen Auftritten bei diversen Rock-Festivals, bekam er das Angebot Frontmann der Rockgruppe Moral zu werden. Da war er gerade 15 Jahre alt. Wegen seiner Stimme und seines Aussehens wurde er schnell der mazedonische Jon Bon Jovi genannt. Den größten Erfolg mit Moral feierte er, als die Musiker 2005 das Konzert von Deep Purple in Skopje eröffneten. Sein erstes Soloalbum veröffentlichte Vlatko dann drei Jahre später. Einige Songs seines zweiten Albums - 2010 auf den Markt gekommen - standen noch ein Jahr später in den nationalen Charts.

Neben der Musik ist Ilievski aber auch als Schauspieler einer TV-Serie und als Fernsehmoderator sehr gefragt. In seiner Heimat und den umliegenden Staaten hat Vlatko also einen gewissen Star-Status. Genutzt hat es ihm beim zweiten Halbfinale kaum - die Halbfinalhürde hat der Sänger nicht überwinden können.

Stand: 12.05.11 00:44 Uhr