Österreich: Trackshittaz

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Österreich: Trackshittaz

von Patricia Batlle

Zweite zu werden passt ihnen nicht. Im vergangenen Jahr landete das Duo Trackshittaz beim nationalen Vorentscheid knapp hinter Nadine Beiler, die ihr Land mit der selbst geschriebenen Ballade nach jahrelanger Abwesenheit des Landes beim Contest in Düsseldorf vertrat und immerhin im Finale landete - wenn auch nur auf Platz 18. Auch in der ORF-Fernseh-Castingshow "Helden von morgen" mussten sich Lukas Plöchl alias G-neila und Manuel Hoffelner alias Manix mit einem zweiten Platz zufrieden geben.

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Österreich: Trackshittaz - "Woki Mit Deim Popo"

Krawallig, laut, witzig - Österreich schickte zwei Jungs mit einem Rap auf den Allerwertesten zum ESC in Baku. Dazu gab es eine Bühnenshow mit Hintern in Schwarzlicht.

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Hits mit "Traktor-Gangster-Party-Rap"

Immerhin, die Teilnahme an jenem Casting brachte den Künstlern einen Vertrag bei Sony ein. Ihr Einstieg mit mehreren Songs in die Charts des Landes zeigte, dass Österreich reif war für das, was die Künstler "Traktor-Gangster-Party-Rap" nennen. Bei ihrem zweiten Anlauf 2012 beim Vorentscheid "Österreich rockt den Song Contest" überflügelten sie dann den Favoriten Conchita Wurst. Aber was auf nationaler Ebene Erfolg hat, muss nicht im Rest Europas einschlagen. Im ersten Halbfinale von Baku hätte ein Platz in den Top Ten zur Teilnahme im Finale berechtigt, aber die Trackshittaz schafften diese Hürde nicht.

Gehen in Baku die Lichter aus?

Dass ihr Text, in der Mundart des Mühlviertels in Oberösterreich gesungen, das internationale Publikum kaum erreichen würde, war vorher gewiss. Doch Plöchl und Hoffelner zählten auf ihre dynamische Show mit Go-Go-Tänzerinnen, die sich einerseits wie Stripperinnen an Pole-Stangen hängten und andererseits häufig das taten, was der Refrain des Beitrags "Woki Mit Deim Popo" beschreibt - nicht ohne für Kontroversen zu sorgen.

"Wir sind wie Stiere"

Als nach dem Sieg beim Vorentscheid mehrfach Vorwürfe des Sexismus und der Vulgarität in den Landesmedien geäußert wurden, hatte dies die Trackshittaz nicht wirklich gestört. "Wir sind vom Land, wir sind wie Stiere. Der Stier liegt auch nicht einfach nur in der Mitte seines Geheges", erklären die beiden Sänger ihre energiegeladene Bühnenperformance. Dummerweise blieb das Rindvieh im ersten Halbfinale von Baku im bildlichen Sinne genau dort liegen. Statt als Stiere ins Finale einzuziehen, fuhren die Trackshittaz als Ochsen nach Hause.

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