Die deutsche Gruppe Silver Convention bei bei einem Auftritt im Mai 1977. © picture alliance/dpa
Stand: 17.12.10 11:52 Uhr

Deutschland: Silver Convention

Silver Convention beim Grand Prix d'Eurovision 1977

Mit Disco-Sound zum Sieg: Das war das Konzept von Silver Convention beim Grand Prix d'Eurovision 1977.

Erfolgreich beim ESC mit dem in Europa und Amerika so beliebten Disco-Sound - so lautete wohl das Kalkül des Hessischen Rundfunks für den Song Contest 1977. "Saturday Night Fever" bewegte in diesem Jahr die Menschen auf den Tanzflächen. Also suchte und fand das Fernsehen eine deutsche Band mit massenkompatiblem Disco-Sound: Silver Convention.

Der Titel "Telegram", geschrieben von Michael Kunze, sollte für Deutschland ein ähnlicher Erfolg werden, wie der der englischen Vorjahressieger Brotherhood of Man. Doch der Grand Prix war 1977 eher für klassische Klänge zu haben: Marie Myriam siegte mit ihrem Chanson "L'oiseau et l'enfant". Vielleicht lag der achte Platz für Silver Convention auch an der Disco-Konkurrenz aus Belgien: Dream Express traten mit ähnlicher Kostümierung, ähnlichem Sound und vier statt drei Damen an.

Kurzes Bestehen der Band

Nur ein Jahr nach ihrem Auftritt beim Song Contest veröffentlichte das Damentrio ein Best-of-Album - eine Zusammenfassung aus ihren bisher sechs erschienen Alben. Die drei Sängerinnen Ramona Wulf, Linda G. Thompson und Penny McLean hatten innerhalb weniger Jahre zusammen mit ihrem Produzenten Kunze zahlreiche Hits. Für ihren Song "Fly Robin Fly" bekamen die drei Ladys sogar einen Grammy Award. Ein Jahr nach der Veröffentlichung von "The Best of Silver Convention" trennte sich die Band nach fünfjähriger Zusammenarbeit.

Dieses Thema im Programm:

Das Erste | Eurovision Song Contest | 07.05.1977 | 21:00 Uhr