Barbara Dex Award: Trophäe für modische Fehlgriffe

Barbara Dex nahm 1993 für Belgien am ESC teil.

Das schlimmste Kostüm aller Zeiten? Barbara Dex beim ESC 1993.

Ein selbst entworfenes knöchellanges Kleid aus grau-beigem Chiffon, die blonden Haare sorgfältig zu einer Außenwelle geföhnt, ein dichter Pony im runden Gesicht - so betrat die 19-jährige Barbara Dex am 15. Mai 1993 die Eurovisions-Bühne im irischen Millstreet. "Iemand als Jij" hieß ihr getragenes Liebeslied und am Ende der Show musste die Belgierin mit dem letzten Platz und nur drei Punkten - alle aus Deutschland - nach Hause fahren.

Chiffon-Fähnchen und Fantasie-Kostüme

Berühmt wurde die junge Sängerin in ESC-Fan-Kreisen dennoch: Sie gilt als eine der schlecht angezogensten Interpretinnen der Eurovisions-Geschichte. So kam sie zu der zweifelhaften Ehre, dass nach ihr ein Preis für das unvorteilhafteste Outfit eines jeden Jahres benannt wurde.

Die Fan-Website www.eurovisionhouse.nl lässt ihre User seit 1997 jedes Jahr über das schlimmste Kostüm abstimmen. 2016 geht dieser Preis an die Kroatin Nina Kraljić, die in Stockholm mit ihrem baumartigen schwarzweißen Kleid mit Flügeln zwar im Finale landet, aber nur auf dem hinteren Rang 23. Ab jetzt gehört sie immerhin der Ahnengalerie des Barbara-Dex-Awards an.

Mode

Barbara Dex Award - Die Gewinner seit 1997

Dieses Thema im Programm:

Das Erste | Eurovision Song Contest | 14.05.2016 | 21:00 Uhr