1979: Eurovision Song Contest in Jerusalem

Gali Atari & Milk and Honey, VL: Reuven Gvirtz, Yehuda Tamir, Gali Tamir und Shmuel Bilu vertreten Israel 1979 beim Grand Prix und freuen sich über den 1. Platz  Fotograf: UPI

Siegten im eigenen Land: Milk and Honey.

Deutschland schickte die von Ralph Siegel zusammengestellte Retortenband Dschinghis Khan mit dem gleichnamigen Titel zum Eurovision Song Contest nach Jerusalem, auch wenn Kritiker das Lied über eine mongolische Mörderhorde für roh und geschmacklos hielten. Assoziationen mit dem Hitler-Regime wurden von manchen befürchtet. Doch die israelischen Gastgeber verstanden das Lied nicht als Machtfantasie, sondern als spektakulären Show-Effekt. Dschinghis Khan erhielt sechs Punkte aus Israel.

Wissenswertes

  • Kein gutes Jahr für die Österreicher: Der als Hymne an den Austragungsort gedachte Beitrag "Heute in Jerusalem" aus der Feder von Josef Dermoser und Avantgardekünstler André Heller verstanden die Jurys wohl als Anbiederung. Letzter Platz für Christina Simon.

  • Das Schweizer Trio Peter, Sue & Marc hatte arge Probleme bei der Einreise nach Israel. Für ihren Beitrag "Trödler & Co." Zusammen mit Pfuri, Gorps & Kniri hatte die Gruppe eine Unmenge von Gießkannen, Wasserschläuchen und anderen Tand im Gepäck, dass die israelischen Zöllner nervös machte.

Spannendes Finale

Null Punkte aus Deutschland gab es für den Siegertitel des Song Contests, den Weltfriedens-Schlager "Hallelujah" von Gali Atari und Milk & Honey aus Israel. Später wurde die Single hier allerdings zum Hit. Das Finale gestaltete sich extrem spannend: Erst mit der letzten Wertung überholten die Israelis die Spanierin Betty Missiego mit ihrem Song "Su canción".

Dieses Thema im Programm:

Das Erste | Eurovision Song Contest | 31.03.1979 | 21:00 Uhr

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Weitere Informationen

24. Eurovision Song Contest

Datum: 31. März 1979
Gastgeber: Jerusalem / Israel
Teilnehmer: 19
Abstimmungsmodus: Jurywertung