Stand: 25.03.20 15:24 Uhr

Ana Soklič sollte Slowenien beim ESC 2020 vertreten

Die slowenische ESC-Teilnehmerin Ana Soklič hält einen gläsernen Pokal. © RTVSLO

Ana Soklič wäre beim ESC in Rotterdam mit der Ballade "Voda" angetreten.

Im Superfinale der slowenischen Vorentscheidung EMA hat Ana Soklič überraschend die Stimmen der Zuschauer hinter sich vereint und hätte ihre Heimat mit der der Ballade "Voda" (Wasser) beim Eurovision Song Contest in Rotterdam vertreten. Der Wettbewerb fällt allerdings wegen der Coronakrise aus. Geschrieben hat die 35-jährige Singer-Songwriterin den Titel gemeinsam mit Bojan Simončič. Soklič hat an der Musikakademie Oper und Jazz studiert und wurde einem breiten Publikum in Slowenien durch ihre Teilnahme an der ersten Staffel von X-Factor bekannt. Nun wollte sie sich mithilfe des ESC den Traum von einer internationalen Karriere erfüllen.

Extrachance für den Nachwuchs

Nach dem Überraschungserfolg von Zala Kralj & Gašper Šantl (Platz 15 beim ESC 2019 in Tel Aviv), die in Slowenien einen ziemlichen Hype ausgelöst hatten, beschloss das slowenische Fernsehen in diesem Jahr, einen eigenen Nachwuchswettbewerb ins Leben zu rufen, um mehr frischen Wind in die nationale Vorentscheidung EMA zu bringen. Die beiden Erstplatzierten von EMA FREŠ durften dann im großen Finale neben alten Hasen wie Tinkara Kovač (ESC-Teilnehmerin 2014 in Kopenhagen) und der Junior-ESC-Teilnehmerin Lina Kuduzović um die Fahrkarte zum ESC nach Rotterdam singen. Wie immer wählte eine dreiköpfige Jury (Nuša Derenda, Maja Keuc und ESC-Legende Darja Švajger) zunächst die beiden Superfinalisten, bevor dann die slowenischen Zuschauer alleine das Sagen hatten.

Solide Show ohne Höhepunkte

Nachdem Moderator Klemen Slakonja die Show mit einem Fake-Unfall eröffnete, den er bei seiner Interpretation von "Arcade" angeblich erlitt, blieb das Publikum von musikalischen Unfällen weitgehend verschont: Die zwölf Beiträge, sechs auf Englisch, sechs auf Slowenisch, boten solide Unterhaltung ohne Tief- aber auch ohne Höhepunkte. Eigentliches Highlight der Sendung war ein Medley aller bisherigen slowenischen Beiträge, für das Klemen Slakonja in die Rollen sämtlicher ehemaliger ESC-Teilnehmer schlüpfte. Der Titel von Ana Soklič, der wie eine Ultra-Slo-mo-Version von Svalas (Islands Teilnehmerin 2017 in Kiew) "Paper" klingt, wäre beim ESC-Finale voraussichtlich nicht wieder erklungen.

Dieses Thema im Programm:

NDR Blue | ESC Update | 25.04.2020 | 19:05 Uhr