Stand: 26.03.18 16:15 Uhr

Madame Monsieur singen für Frankreich in Lissabon

In einem spannenden Finale hat das Duo Madame Monsieur das neue französische Vorentscheidungsformat "Destination Eurovision" für sich entschieden. Ihr Titel über das Mädchen "Mercy", das auf einem Flüchtlingsboot auf dem Mittelmeer zur Welt kommt, setzte sich mit den Stimmen der französischen Fernsehzuschauer deutlich gegen den Juryfavoriten "Eva" von Lisandro Cuxi durch. Mit ihrem selbstgeschriebenen Urban-Pop-Song wollen Émilie Satt und Jean-Karl Lucas in Lissabon die französische Erfolgsstatistik nach oben bringen, an der Delegationsleiter Edoardo Grassi mit viel Ehrgeiz und Engagement seit drei Jahren bastelt. Angesichts des Themas werden sie aber vermutlich auf Punkte aus Polen, Tschechien und Ungarn verzichten müssen.

Madame und Monsieur aus Frankreich

Frankreich: Madame Monsieur - "Mercy"

Madame Monsieur sind Émilie Satt und Jean-Karl Lucas. Das Duo präsentiert in Lissabon den Song über das Mädchen "Mercy", das auf einem Boot im Mittelmeer zur Welt kommt.

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Madame Monsieur sind Frankreichs ESC-Teilnehmer 2018

Madame Monsieur gehen beim ESC 2018 für Frankreich mit dem Titel "Mercy" an den Start.

Dass die nationale Vorentscheidung an einem Samstagabend zur besten Sendezeit auf France 2, dem quotenstärksten öffentlich-rechtlichen Sender Frankreichs, ausgestrahlt wird, hatte es zuletzt 1986 gegeben. Die wenigen Vorentscheidungen, die danach von dem regional ausgerichteten Sender France 3 übertragen worden waren, hatten zwischen 1999 und 2007 allesamt ESC-Flops hervorgebracht. Damit sich dieses Drama in Lissabon nicht wiederholen sollte, sorgte schon in den Vorrunden eine dreiköpfige internationale Jury dafür, dass bei der Auswahl der insgesamt acht Finalisten auch der europäische Geschmack zu seinem Recht kam. Unter den Juroren, die im Finale um weitere sieben ergänzt wurden, fand sich neben der schwedischen grauen ESC-Eminenz Christer Björkman auch die armenische Song-Contest-Teilnehmerin Iveta Mukuchyan.

Riesiges Staraufgebot

Obwohl in künstlerischer Hinsicht eher Nachwuchstalente ihre Chance bekamen, glänzte "Destination Eurovision" mit einem überwältigenden Staraufgebot, und zwar bei den Komponisten: Zazie, Pascal Obispo, Grand Corps Malade, Maître Gims - die Autorenliste glich einem "Who’s Who" der französischen Musikszene. Das abwechslungsreiche Angebot wurde von den drei Juroren Amir, Isabelle Boulay und Christophe Willem, die nur in den Halbfinalrunden stimmberechtigt waren, stets fair und freundlich kommentiert. Im Finale durften die Kandidaten einen weiteren Song im Duo mit einem prominenten Paten singen (unter anderem Patrick Fiori und die Gipsy Kings). Dass sich Madame Monsieur in dem starken Teilnehmerfeld am Ende so deutlich absetzen konnten, ist ein gutes Omen für die weitere Karriere des Duos - egal, wie die beiden in Lissabon abschneiden.

Dieses Thema im Programm:

Das Erste | Eurovision Song Contest | 12.05.2018 | 21:00 Uhr

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