Stand: 06.04.20 20:39 Uhr

Alina Stiegler: ESC-Songs gegen den Corona-Blues

von Alina Stiegler
Die Songcheck-Moderatorin Alina Stiegler im Studio.

Eigentlich hätte Alina Stiegler im April in glitzernden Klamotten die Songchecks moderieren sollen. Nun laufen die Shows coronabedingt im Mai.

Eigentlich hätte ich jetzt in unserem Songcheck-Studio gesessen, irgendetwas Glitzernes getragen und neben mir säße ein 1,90 Meter großer hyperaktiver Traum in dunkelrotem Samt namens Stefan.

Stattdessen sitze ich in meiner Küche. Es ist Mittag und ich bin immer noch in Jogginghose. Seit Tagen. Das ist nicht der Glamour, auf den ich mich ein ganzes Jahr gefreut hatte.

Corona ist schuld: Zum ersten Mal in der Geschichte des Eurovision Song Contests fällt ein kompletter Jahrgang aus. Nicht nur wir Journalisten waren bereit für das Event des Jahres. Vor allem die Künstler und ihre Teams hatten monatelang auf diese berühmten drei Minuten im Rampenlicht Europas und Australiens hingearbeitet. Und jetzt? Puff. Geplatzt. Wie eine fragile Seifenblase, deren mannigfaltigen Regenbogenfarben gerade zu schimmern begann, als alle Songs veröffentlicht waren. Da platzt sie schneller als man "Open Up" rufen kann.

ESC-Fans haben eine innere biologische Uhr, die im Mai besonders laut tickt. Jetzt ist da, wo ein eurovisionäres Lagerfeuer in seinen hellsten Farben gebrannt hätte, ein dunkles Nichts, in das dieses Ticken stumm hineinhallt.

Da könnte man schnell trübsinnig werden, oder? Aber der ESC selbst hat auf alles eine Antwort - auf Liebeskummer, zum Vorglühen, als musikalische Untermalung des eigenen Sportprogramms, zum Putzen oder zum Verlieben - und jetzt kommt das Allerwichtigste: Der ESC hat auch auf Corona eine Antwort - ein Mixtape mit den schönsten Songs der vergangenen Jahre. Und bei jedem Song steht eine Erläuterung, warum gerade dieser auf diese Playlist gehört.

Um gleich in die richtige Stimmung zu kommen, beginnt meine Corona-Playlist mit: "Verona" - von Koit Toome und Laura.

Dieses Thema im Programm:

NDR Blue | ESC Update | 25.04.2020 | 19:05 Uhr

Koit Toome & Laura - "Verona" (Estland 2017)

Eurovision Song Contest -

Ihr müsst nicht viel machen, lediglich "Corona" statt "Verona" singen und voilà, schon seid ihr mittendrin: "Lost in Corona". Die Warnung kommt jetzt zu spät, aber leider werdet ihr diesen Ohrwurm mehrere Tage mit euch tragen. Ups.

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  1. Koit Toome & Laura - "Verona" (Estland 2017)
  2. Kristian Kostov - "Beautiful Mess" (Bulgarien 2017)
  3. Conan Osíris - "Telemóveis" (Portugal 2019)
  4. Lake Malawi - "Friend Of A Friend" (Tschechische Republik 2019)
  5. Aarzemnieki: "Cake To Bake" (Lettland 2014)
  6. Conchita Wurst: "Rise Like A Phoenix" (Österreich 2014)
  7. Blanche - "City Lights" (Belgien 2017)
  8. Francesco Gabbani - "Occidentali's Karma" (Italien 2017)
  9. Jana Burčeska - "Dance Alone" (Nordmazedonien 2017)
  10. Roman Lob - "Standing Still" (Deutschland 2012)
  11. Dami Im - "Sound Of Silence" (Australien 2017)
  12. Manel Navarro - "Do It For Your Lover" (Spanien 2017)
  13. Anna Odobescu - "Stay" (Moldau 2019)
  14. SuRie - "Storm" (Großbritannien (UK) 2018)
  15. The Common Linnets - "Calm After The Storm" (Niederlande 2014)
  16. Rasmussen - "Higher Ground" (Dänemark 2018)
  17. Douwe Bob - "Slow Down" (Niederlande 2016)
  18. Ryan O'Shaughnessy - "Together" (Irland 2018)