Zala Kralj & Gašper Šantl, Sloweniens ESC-Teilnehmer 2019 © Adrijan Pregelj / RTVSLO
Stand: 17.02.19 12:54 Uhr

Zala Kralj & Gašper Šantl sind Sloweniens Kandidaten

Die slowenische Sängerin Zala Kralj und Multi-Instrumentalist Gašper Šantl vertreten Slowenien beim Eurovision Song Contest 2019 in Israel mit dem sphärischen Elektro-Song "Sebi" (Selbst). Das Duo aus Maribor gewann im Superfinale mit überwältigender Mehrheit (72,89 Prozent) die slowenische Vorentscheidung "EMA". Erst seit April 2018 treten die beiden gemeinsam auf, nachdem Zala im September 2017 zum ersten Mal als Gastsängerin mit Gašper zusammengearbeitet hatte. Dabei gelten die beiden jungen Musiker jetzt schon als die wichtigsten Botschafter der neuen slowenischen Musikszene.

Schlanke Studioproduktion

Nachdem im Vorjahr nur Songs in einer der offiziellen Landessprachen zugelassen worden waren, war man bei der nationalen Vorentscheidung in Slowenien wieder zur freien Sprachenwahl zurückgekehrt, was allerdings nur von dreien der insgesamt zehn Beiträge genutzt wurde. Auf ein Halbfinale hatte man aus Kostengründen ganz verzichtet. Dennoch kam die schlanke Studioproduktion temporeich und modern daher, auch wenn die Interpreten gesanglich nicht alle auf der Höhe waren. Dass tatsächlich die beiden besten Interpreten ins Superfinale geschickt wurden, darüber wachten wie immer drei Juroren, in diesem Jahr ESC-Veteranin Darja Švajger (1995 in Dublin und 1999 in Jerusalem), Vorjahresteilnehmerin Lea Sirk, und "Molitva"-Komponist Vladimir Graić.

Zala Kralj und Gašper Šantl 

Heimatstadt: Maribor (Slowenien)

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Showdown der Gegensätze

Die Entscheidung dürfte ihnen nicht leicht gefallen sein, denn die musikalische Bandbreite war außerordentlich groß und die Qualität der Beiträge deutlich höher als im Vorjahr. Im Superfinale standen sich dann zwei Titel gegenüber, wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten: Der unaufgeregte Elektro-Sound des jungen Duos Zala Kralj & Gašper Šantl und der spektakulär inszenierte aber eher verstörende Titel "Kaos" von Sängerin und Moderatorin Raiven, die 2017 hinter Omar Naber nur auf dem dritten Platz gelandet war und sich diesmal mit Rang 2 zufriedengeben musste. Dabei schien sie selbst sich über den Sieg der beiden Newcomer am meisten zu freuen, denn Zala und Gašper dürften Slowenien in Tel Aviv einen ungewohnten Punkteregen bescheren.

Dieses Thema im Programm:

Das Erste | Eurovision Song Contest | 15.05.2019 | 01:00 Uhr