Miki hält nach seinem Sieg beim spanischen Vorentscheid 2019 Blumen in der Hand © RTVE
Stand: 21.01.19 09:08 Uhr

Miki Núñez ist Spaniens Hoffnung auf den ESC-Sieg

Als erstes Big-5-Land hat Spanien seinen Teilnehmer für den Eurovision Song Contest in Israel gewählt: Miki Núñez wird am 18. Mai versuchen, der anhaltenden Misserfolgsserie des Landes ein Ende zu setzen. Mit dem von Adrià Salas geschriebenen Merengue-Song "La venda" (Die Augenbinde) konnte sich der 23-jährige Katalane stimmsicher und authentisch gegen sämtliche Kandidaten durchsetzen, die in der Castingshow "Operación Triunfo" vor ihm gelegen hatten. In diesem Jahr durften sich 10 der insgesamt 18 Casting-Teilnehmer um das Ticket nach Tel Aviv bewerben.

Miki

Bürgerlicher Name: Miki Núñez Pozo
Geburtstag: 16. Januar 1996
Geburtsort: Terrassa, Spanien
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Gala unter negativen Vorzeichen

Nachdem Amaia und Alfred im Vorjahr in Lissabon einen echten Hype in Spanien losgetreten hatten, sollte der iberische ESC-Kandidat 2019 ebenfalls im Rahmen von "Operación Triunfo" gewählt werden. Leider erlagen die Fernsehverantwortlichen der Versuchung, der vermeintlich publikumswirksamen Inszenierung von Konflikten mehr Raum zu schenken als der Suche nach guten Stimmen, was heftige Kritik und die schlechteste Einschaltquote in der Geschichte des Formats zur Folge hatte.

Die anschließend verkündete einjährige Kreativpause wurde zwar wieder zurückgenommen, doch die "Gala Eurovisión", mit der im Anschluss an das Casting der eigentliche ESC-Beitrag bestimmt werden sollte, fand unter negativen Vorzeichen statt.

Moderner Sound und Latino-Rhythmen

Eleni Foureira auf der Bühne in Lissabon. © NDR Foto: Rolf Klatt

Als Gaststar sorgte Eleni Foureira, zweite in Lissabon, für Stimmung beim spanischen Vorentscheid.

Bedauerlich, denn das spanische Fernsehen hatte mithilfe eines mehrstufigen Auswahlverfahrens ein abwechslungsreiches musikalisches Programm auf die Beine gestellt. Moderner Sound ging mit lateinamerikanischen Rhythmen eine unterhaltsame Verbindung ein, zu der Gaststar Eleni Foureira eine ordentliche Portion "Fuego" beisteuerte. Zwar überzeugten nicht alle Teilnehmer durch ihre Stimme, doch dem frenetischen Jubel der Zuschauer im Studio tat dies keinen Abbruch. Eine vierköpfige Jury mit Pastora Soler (ESC-Teilnehmerin 2012 in Baku) und "Toy"-Komponist Doron Medalie kommentierte die Auftritte eher zahnlos als kritisch, denn die Abstimmungsmacht lag alleine bei den Zuschauern. Die wählten mit 34 Prozent den sympathischsten Interpreten, den eingängigsten Song des Abends und vielleicht sogar den nächsten ESC-Sieger.

Dieses Thema im Programm:

Das Erste | Eurovision Song Contest | 18.05.2019 | 21:00 Uhr