Christian Durstewitz

Christian Durstewitz beim deutschen ESC-Vorentscheid  Fotograf: Willi Weber Christian Durstewitz ist, musikalisch betrachtet, ein Selfmademan. Denn der 20-Jährige hat sich nicht nur das Singen selber beigebracht, sondern auch mehrere Instrumente: Er spielt Klavier, Gitarre, Kontrabass, Bassgitarre, Schlagzeug und Mundharmonika.

Bei "Unser Star für Oslo" scheint das "Gesamtkunstwerk" Christian Durstewitz ("Meine Freunde nennen mich Dursti") gut anzukommen: Beim ersten Auftritt präsentierte der unkonventionelle Hesse mit der Jimi-Hendrix-Gedenk-Frisur eine mitreißende Interpretation des Pop-Klassikers "Faith" von George Michael. Bei seinem zweiten Auftritt performte er erfolgreich den Song "Change" des australischen Sängers Daniel Merriweather.

Auf seine dritte Show freute sich der 20-Jährige ganz besonderes, denn er trat mit seinem selbstgeschriebenen Song "Another Night" an - und gewann auf der ganzen Linie. Die Jury war begeistert und das Publikum offenbar auch, denn sie wählten den Struwwelkopf in die nächste Runde.

Nicht alle Töne getroffen, aber die Jury begeistert

Auch bei seinem vierten Auftritt blieb sich Christian musikalisch treu und versuchte mit dem fetzigen Rock-Titel "Dance With Somebody" von Mando Diao einen der begehrten Plätze im Viertelfinale zu ergattern. Die Jury war begeistert, auch oder gerade weil er nicht alle Töne genau traf - aber dafür den Saal gerockt hat. Den TV-Zuschauern hat es ebenso gefallen. Und so bekam Christian im Viertelfinale erneut die Chance, eine Eigenkomposition vorzustellen: "Stalker". Zuvor hatte er bereits mit der Ballade "Ochrasy" von Mando Diao seine sanfte Seite gezeigt - was Moderator Opdenhövel nach dem Auftritt zum Spitznamen "Christian Schmusewitz" inspirierte. Die Zuschauer fanden das gut. Der einzige noch verbliebene männliche Teilnehmer übernimmt auch im Halbfinale wieder die Rolle des "Hahn im Korb". Nach dem Ausscheiden von Sharyhan Osman wird er zudem der einzige Kandidat mit eigenem Songmaterial sein.

Trotz Mundharmonika reichte es nicht fürs Finale

Im Halbfinale hat Dursti sich für etwas weniger bekannte Songs entschieden. Bei seinem ersten Auftritt des Abends versuchte er wieder mit Gitarre und dem aufgepeppten Lovesong Song "I´m Yours" von Jason Mraz zu glänzen. Der Jury hat's gefallen und erneut wurde Christian mit Prince verglichen. Das Publikum gab dem hessischen Struwwelkopf noch eine weitere Chance und wählte ihn in die zweite Runde. Seinen zweiten Auftritt bestritt der 20-Jährige mit der souligen Uptempo-Nummer "In Your Hands" von Charlie Winston. Besonders sein gekonnter Einsatz einer Mundharmonika beeindruckte die Jury sehr. Doch bei der anschließenden Abstimmung konnte Christian sich nicht gegen die geballte Frauenpower von Lena und Jennifer durchsetzen und schied aus.

Die ganze Familie schaut Grand Prix

Christian stammt aus dem kleinen Ort Altenlotheim in Hessen und ist ein großer Fan des Eurovision Song Contest - wie übrigens seine ganze Familie. Im Auto hört er gemeinsam mit seinem Vater im Vorfeld der Show stets die aktuellen Grand-Prix-Songs. Wenn es dann so weit ist, versammelt sich die gesamte Familie vor dem Fernseher, um die Finalshow gemeinsam zu verfolgen. Die nachlassende Begeisterung für den Eurovision Song Contest in Deutschland kann Christian deshalb nicht nachvollziehen. Für ihn wäre es eine große Ehre, Deutschland beim Grand Prix zu vertreten, betont er.

Früher Hardrockband, heute ruhigere Töne

Seit seinem Abitur widmet sich Christian in erster Linie seiner Musik. Der 20-Jährige spielt seit Längerem in Bands. Vor vier Jahren hatte er einen Auftritt in einem kleineren Privatsender, wo er mit seinem Vater einen Song präsentierte. Ein Jahr später gab er zwei Konzerte, damals noch mit einer Hardrockband. Diese Zeiten sind für Christian mittlerweile vorbei. Seine musikalischen Vorbilder Jason Mraz, Norah Jones und Paul Carrack stehen eher für ruhigere Töne.

TEILNEHMER 2010

Finale

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Halbfinale

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Dt. Vorentscheid

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Interview

Christian Durstewitz beim deutschen ESC-Vorentscheid  Fotograf: Willi Weber

Unser Star für Oslo

Lena Meyer-Landrut beim Finale von Unser Star für Oslo  Fotograf: Willi Weber