Saint Lu: Craving

Markant, voll, laut und rauchig - eigentlich stimmliche Attribute, für die Soulgrößen jenseits des großen Teiches bekannt sind - ist der Gesang von Saint Lu. Umso überraschter ist der geneigte Zuhörer, dass dieses "Fräulein-Stimmwunder" kein US-Exportschlager ist, sondern das Herkunftssiegel "Made in Austria" trägt. In einem kleinen Dorf bei Wels erblickt Saint Lu, die mit bürgerlichem Namen Luise Gruber heißt, am 27. Juni 1984 das Licht der Welt.

Landleben kräftigt die Stimme

Die Jugend auf dem Land ist ein Segen für die Stimmbänder der späteren Sängerin: "Ich bin auf einem Bauernhof aufgewachsen. Weit und breit keine Nachbarn. Wenn man jemandem was sagen wollte, hat man einfach losgebrüllt", verrät Saint Lu in einem Interview mit Laut.de. Dank der ländlichen Kommunikationsgepflogenheiten entwickelt sich Saint Lus "Röhre" prächtig. Erste musikalische Gehversuche macht sie in diversen Schulcombos.

Interview

Die Musikerin Saint Lu jubelnd vor einer roten Wand. © NDR Fotograf: Rolf Klatt

Saint Lu: "Ich bin nicht im Voraus nervös"

Die Kandidatin von "Unser Song für Malmö" im Interview.

Inspirationen in den USA

Nach der Matura zieht es Saint Lu zunächst nach Austin in den US-Bundesstaat Texas - als Au-Pair-Mädchen. Reisen durch das Land nutzt sie als Inspirationsquelle für ihre Musik. Im Anschluss lebt Saint Lu einige Monate in New York, wo erste eigene Songs entstehen, in denen sie Einflüsse der lokalen Musikszene begierig aufsaugt. Zu ihren großen musikalischen Vorbildern gehört die 1970 verstorbene Hippie-Ikone Janis Joplin. Doch mit dem Lebensstil der Texanerin "Live fast, love hard, die young" identifiziert sich Saint Lu glücklicherweise nicht. Zurück in Österreich besucht sie ganz bodenständig eine Schauspielschule, die sie jedoch kurz vor der Prüfung abbricht, um sich ihrer eigentlichen Passion zu widmen: der Musik. Bei der ORF-Castingshow "Starmania" landet Saint Lu auf Platz zehn.

Berliner Luft bringt den Erfolg

Bildergalerien

Saint Lu auf der Bühne zum deutschen Vorentscheid „Unser Song für Malmö“ © NDR Fotograf: Rolf Klatt

Messerscharfer Lady-Rock

Die gebürtige Österreicherin Saint Lu überzeugt mit großer Stimme.

In der Folge entsteht das erste Demo-Material, das auf dem Tisch von "Wir sind Helden"-Produzent und Echo-Preisträger Patrik Majer landet. Die Österreicherin wird für die Zusammenarbeit mit Majer im Jahr 2007 Wahlberlinerin. Im Jahr 2009 erscheint dann ihr Debüt Album "Saint Lu", vom dem einige Tracks in den legendären Londoner Abbey-Road-Studios - der Hit-Schmiede der Beatles - produziert wurden. Die Single-Auskoppelung "Don't Miss Your Own Life" landet prompt in den Charts. Sie steht mit Musikgrößen wie Hennig Wehland (Söhne Mannheims, H-Blockx) oder Jason Mraz auf der Bühne und ist als Support mit Max Mutzke auf Tour.

Neues Album im Frühjahr

Die Musikerin Saint Lu.  Fotograf: Bella Lieberberg Mit Unterstützung von großen Namen auf die Bühne von "Unser Song für Malmö". Im Frühjahr erscheint Saint Lus neues Album. Wie schon beim ersten Album sitzt Patrik Majer als Produzent an den Mischpulten, um die Titel mit einem völlig runderneuerten Sound aufzunehmen. In Zusammenarbeit mit Stefan Skarbek hat Saint Lu alle Songs selbst geschrieben. Der Texter arbeitete bereits zusammen mit Stars wie Amy Winehouse, Lily Allen, den Sugababes und Sophie Ellis Bextor.

Aktuelle Kommentare
Beatopa schrieb am 20. Februar 2013 um 09:01 Uhr:

Einfach toll!

Toller Song, spitze Sängerin, klasse Band! Das wäre es gewesen, aber vielleicht wird das der Titelsong vom nächsten James Bond Film?! [mehr]

Saint lu fan schrieb am 15. Februar 2013 um 20:06 Uhr:

Du bist die beste gewesen

Du warst so Toooooolllll 😃 [mehr]

giotto schrieb am 15. Februar 2013 um 12:42 Uhr:

Kann mehr

Schade - diesmal stimmlich in der Nähe von Asaf Avidan statt Anastacia. Ein wenig enttäuschend, aber einer der besseren Songs im Vorentscheid. [mehr]

Sofia schrieb am 15. Februar 2013 um 11:17 Uhr:

Wundervolle Stimme!

Hört sich an wie die Stimme von Anastacia oder wie eine Soul Diva aus den 60zigern. Aber ihr Song don`t miss your own life hätte hier besser gepasst. Für EVSC ist sie auch nicht Mainstream genug... [mehr]

wolf schrieb am 14. Februar 2013 um 14:25 Uhr:

tolle stimme

aber es fehlt dem lied das etwas "besondere" [mehr]

News

Cascada auf der Bühne zum deutschen Vorentscheid „Unser Song für Malmö“ © NDR Fotograf: Rolf Klatt

Interview

Thomas Schreiber, ARD Koordinator Unterhaltung © NDR Fotograf: Marcus Krüger