Wind vertreten Deutschland 1987 beim Grand Prix und belegen den 2. Platz. Sie belegten 1985 ebenfalls den 2. Platz, sowie 1992 den 16. Platz © dpa - Bildarchiv Fotograf: Lehtikuva EUR 87

Deutschland: Wind

Wind freuen sich 1985 mit Hanne Haller über ihren Sieg beim deutschen Vorentscheid. Beim Grand Prix belegten sie den 2. Platz. 1997 vertraten sie ebenfalls Deutschland und belegten den 2. Platz, sowie 1992 den 16. Platz  Fotograf: Istvan Bajzat

Glückliche Sieger. Wind freuen sich 1985 über ihren Sieg beim deutschen Vorentscheid.

Zweimal ganz knapp am Sieg vorbei - die Pop-Gruppe Wind war der deutschen Hoffnungsträger beim Eurovision Song Contest in den Achtziger Jahren. Dabei hatte niemand den Erfolg der sechsköpfigen Gruppe vorhergesehen. Ganz überraschend gewannen Ala Heiler, Rainer Höglmeier, Willie Jacob, Sami Kalifa, Petra Scheeser und Christiane von Kutzschenbach den deutschen Vorentscheid 1985 in München. Mit ihrem Lied "Für Alle", geschrieben und komponiert von Hanne Haller, setzten sie sich knapp gegen ihre Konkurrenten durch. Auch beim internationalen Finale in Göteborg lagen Wind lange vorn, verloren am Ende aber gegen das norwegische Frauenduo Bobbysocks.

Erneuter Start beim Grand Prix Finale in Brüssel

Die Gruppe blieb weiter bestehen, die Besetzung änderte sich jedoch. Rainer Höglmeier verließ Wind, um an seiner Solokarriere zu basteln. Auch der Bassist Willie Jakob hatte andere Pläne. Der neue Leadsänger Andi Lebbing gab sein Grand-Prix-Bühnendebüt beim deutschen Vorentscheid in Nürnberg 1987. Inzwischen betreute der Schlager-Komponist Ralph Siegel die Gruppe. Dieser komponierte für seine Schützlinge das Lied "Lass die Sonne in dein Herz".

Wind 1987 beim Grand Prix.

1987 singen Wind den Siegel-Titel "Lass die Sonne in dein Herz".

Vor dem großen Auftritt in Brüssel nahmen Wind den Titel in englischer Sprache auf, die Gruppe hoffte diesmal auf einen Sieg. Gegen 22 Nationen sangen sich Wind schließlich wieder auf den zweiten Platz. Der Sieger des Abends war Jonny Logan für Irland, der sieben Jahre zuvor schon einmal gewonnen hatte und damit als einziger Doppelsieger in die ESC-Geschichte eingeht.

Dritter Versuch für die Erfolgsband

Für den Eurovision Song Contest 1992 in Malmö schickte Ralph Siegel Wind erneut ins Rennen. Seit der letzten Teilnahme hatte sich wieder einiges in der Zusammensetzung der Band geändert. Beim Vorentscheid in Magdeburg war aus der ursprünglichen Besetzung nur Sami Kalifa und Petra Scheeser geblieben. Neu hinzu gesellten sich Oliver Hahn, Stefan Maró und Albert Oberloher. In dieser Formation nahm die Gruppe zum dritten Mal am Eurovision Song Contest teil. Das Lied "Träume sind für alle da" hatte die Startnummer 22 und sollte nun endlich den ersehnten Sieg bringen, ein befreundeter Schornsteinfeger begleitet die Gruppe als Maskottchen nach Schweden. Genützt hat es nicht viel. Schon beim deutschen Vorentscheid konnte das Lied zwar die Jury, nicht jedoch die Zuschauer begeistern. Beim internationalen Finale in Malmö landeten Wind dann auch nur auf dem sechzehnten Platz.

Zwei weitere Anläufe ohne Erfolg

Wind beim deutschen Vorentscheid 1999

Beim Auftritt 1999 können sich Wind nicht mehr durchsetzen. Den Vorentscheid gewinnen Sürpriz.

Zwei weitere Versuche 1998 und 1999 beim deutschen Vorentscheid führten nicht zum begehrten Ticket für das ESC-Finale. Seit 2009 treten Andreas Lebbing, Iris Criens (geb Remmertz) und Natasja Marinkovic unter dem Namen Wind auf. In der deutschen Schlagerszene können sie sich noch ein paar Jahre halten. Alles in allem geht die Formation Wind in jedem Fall in die Liste der erfolgreichen deutschen ESC-Teilnehmer ein.

Dieses Thema im Programm:

Das Erste | Eurovision Song Contest | 09.05.1992 | 21:00 Uhr

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