Lena singt mit geschlossenen Augen © NDR Fotograf: Willi Weber

Lovely Lena: Karrierestart mit ESC-Sieg in Oslo

Seit dem Eurovision Song Contest 2010 kennt jedes Kind in Deutschland ihren Namen: Lena Meyer-Landrut. Für die damals 19-jährige Hannoveranerin war jenes Jahr ein rauschendes Fest: Beim Vorentscheid "Unser Star für Oslo" legte sie nahezu einen glatten Durchmarsch hin, sie machte ihr Abitur, eroberte die Charts, gewann Europas größten Musikwettbewerb mit "Satellite", lieh einer Meeresschildkröte im Film "Sammys Abenteuer" ihre Stimme, hielt eine Laudatio beim Deutschen Radiopreis und wurde mit Preisen praktisch nur so überhäuft.

Lena Meyer-Landrut singt "Satellite" beim ESC © NDR Fotograf: Rolf Klatt

Lenas Sieg im Finale 2010 in Oslo

Lena Meyer-Landrut hat 2010 mit ihrem Hit "Satellite" den Eurovision Song Contest gewonnen. Der Siegesauftritt in der Osloer Telenor Arena in voller Länge.

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Aber anstatt 2011 erst einmal in den Urlaub zu gehen, um den Erfolg zu genießen, trat Lena erneut beim ESC an. Zwar gelang ihr in Düsseldorf nicht die Titelverteidigung, aber mit einem zehnten Platz für "Taken By A Stranger" stellte sie noch einmal ihre gesanglichen Qualitäten unter Beweis.

Musik machen und modeln

Musik macht Lena noch heute: 2015 erscheint ihr viertes Studioalbum "Crystal Sky". Im Anschluss daran geht es auf Tour durch zehn deutsche Städte und Luxemburg. Über 300.000 Abonnenten hat ihr YouTube-Kanal "helloleni", darauf veröffentlicht sie regelmäßig Vlogs, Musikvideos und Unterhaltungsvideos. Wenn sie nicht selbst hinter dem Mikro steht, sitzt Lena in der Jury von "The VoiceKids" oder modelt für eine französische Kosmetikfirma. Durch dieses Engagement schafft es die Brünette dieses Jahr erstmals auf den roten Teppich nach Cannes.

Großer Erfolg bei "Unser Star für Oslo"

Sie kann es noch nicht fassen: Lena Meyer-Landrut gewinnt mit "Satellite" beim Finale von "Unser Star für Oslo" © dpa Fotograf: Jörg Carstensen

Mit "Satellite" gewann Lena 2010 den Grand Prix für Deutschland - und konnte ihr Glück kaum fassen.

1982 hatte Deutschland zum ersten Mal den Eurovision Song Contest gewonnen. Als 2010 die ersten Folgen des deutschen Vorentscheids "Unser Star für Oslo" - kurz USFO - über die Fernsehbildschirme flimmerte, ahnte noch keiner, dass sich unter den Bewerbern eine würdige Nachfolgerin für Nicole, die den Contest mit "Ein bisschen Frieden" gewonnen hatte, befinden sollte. Doch nach und nach ließ Lena alle Konkurrentinnen und Konkurrenten hinter sich, obwohl sie zuvor keine größeren Bühnenauftritte vorweisen konnte und nie zuvor professionellen Gesangsunterricht genommen hatte.

Allerdings hatte die junge Hannoveranerin seit vielen Jahren Tanzunterricht: zunächst Ballett, später Jazzdance und schließlich Show-Dance, einem Tanzstil, der Elemente von Hip-Hop, Jazz- und Ausdruckstanz vereint. Von Anfang an gehörte sie bei USFO zu den jüngsten Kandidaten, nur ihre Rivalin im Finale, Jennifer Braun, war noch ein paar Monate jünger als sie. Unzweifelhaft hatte Lena aber die größte Bühnenpräsenz.

Dauergast in den deutschen Charts

Lena Meyer-Landrut und Stefan Raab lachen in die Kamera  Fotograf: Willi Weber

Nach ihrem Sieg bei "Unser Song für Oslo" folgte Lenas Triumph beim großen Finale in Norwegens Hauptstadt. Immer an ihrer Seite: Entdecker und Mentor Stefan Raab.

Nach ihrem Sieg bei USFO und kurz vor den mündlichen Abitur-Prüfungen nahm Lena dann noch schnell das Album "My Cassette Player" auf und stürmte damit schon nach einer Woche an die Spitze der deutschen Charts. Gleiches hatte sie bereits mit der Veröffentlichung ihrer ersten drei Singles "Satellite", "Love Me" und "Bee" geschafft. Alle Songs waren in den Top 5 der Singlecharts vertreten. Dem Erfolg in Deutschland folgte der internationale Siegeszug in Oslo.

Lena verzaubert Europa

Bereits vor der ersten Probe in der norwegischen Hauptstadt war sie von den Buchmachern als Favoritin gehandelt worden - im Finale am 29. Mai wurde sie dieser Rolle dann mehr als gerecht. Mit 246 Punkten holte sie von der Startposition 22 den Grand Prix nach Deutschland. Zurück in der Heimat kam man in den Medien wochenlang kaum an der 19-Jährigen vorbei. Überall hörte man ihren Song, sah in ihr lachendes Gesicht und las begeistert ihre Interviews. Die ungeteilte Aufmerksamkeit nutzte ihr Mentor Stefan Raab, um seinen Schützling für eine mögliche Titelverteidigung im eigenen Land ins Spiel zu bringen.

Rückkehr zum Grand Prix

Der Rest ist ESC-Geschichte: Beim deutschen Vorentscheid 2011 trat Lena ohne Konkurrenz an. Die Zuschauer von "Unser Song für Düsseldorf" mussten sich lediglich für einen Nachfolger von "Satellite" entscheiden. Ihre Wahl fiel auf "Taken By A Stranger" und am 14. Mai 2011 nahm Lena von Startplatz 16 aus die Mission Titelverteidigung in Angriff. Europas Jurys und Televoter wählten sie mit 107 Punkten aber nur auf Rang zehn und der Ire Johnny Logan blieb auch nach dem 56. Eurovision Song Contest der einzige Teilnehmer, dem es bislang gelang, den Wettbewerb zweimal zu gewinnen.

2017 ist Lena wieder mit von der Partie: Für "Unser Song 2017" sitzt sie in der Jury und wird ihre Meinung zu den Kandidaten abgeben.

Songtext: "Taken By A Stranger"

Verse
She's got a knuckle in her eye
He knows her cat call
Can't escape from telling lies I heard her saying
Hey mind if I take this chair
Hey mind if i take this chair
He drops a pause
She looks annoyed
But she's so mean he thinks she has to be the one

Chorus
Taken by a stranger
Stranger things are starting to begin
Lured into the danger
Trip me up and spin me round again

Verse
You got some coffee on your collar
And you forgot to comb your hair
But I can't wait till I do better
You're here and I don't care
I can't help it if you like it
Cause I won't be here tomorrow
No one ever told you that you wouldn't be rejected

Chorus
Taken by a stranger
Stranger things are starting to begin
Lured into the danger
(danger is a risky business)
Trip me up and spin me round again
Dip dip dada dada da
Dip dip dada dada da
Uh uh uh uh
Nah nah nah nah nah
Taken by a stranger
Stranger things are starting to begin
Lured into the danger
(danger is a risky business)
Trip me up and spin me round again

Oslo 2010