Stand: 06.09.13 13:05 Uhr

Köln isses!

Das ist, am Ende dieser nachrichtenarmen Sommerzeit nicht nur in eurovisionärer Hinsicht, eine erfrischend wichtige Information: Die deutsche Vorentscheidung wird am 13. März 2014 stattfinden – und zwar in Köln.

Will man diese Nachricht qualifizieren, ließe sich sagen: Ein Donnerstag ist ein schöner Vorentscheidungstag, wie schon im Februar 2013 in Hannover. Dort, muss man sagen, war es nicht so schlecht: Ultrafrostiges Wetter, richtig, aber etwas abseits auf dem Messegelände. Köln aber ist, alles in allem, schöner. Es ist die Stadt der alljährlich stattfindenden ESC-Fantreffen im Gloria-Theater; es ist die Metropole der queeren Communities in Deutschland schlechthin- und obendrein ist die Lanxess-Arena auf der Deutzer Seite der Stadt. Sie liegt gegenüber dem Hauptbahnhof am Dom, ist größer, zuschauersatter und glamouröser als die meisten Hallen, die es hierzulande gibt. Mehr Zuschauer bedeutet wahrscheinlich auch: mehr Stimmung in der Arena selbst.

Blick auf die Hohenzollernbrücke in Köln und den Dom

Der Termin, Mitte März, liegt näher an der Finalwoche Anfang Mai 2014 in Dänemark -auch das finde ich gut und stimmig. Man kann natürlich, wie andere Länder, eine Vorentscheidung schon ein halbes Jahr vor dem Grand Final veranstalten, aber eine kürzere Frist zwischen nationaler Wahl und internationaler Konkurrenz ist nach meinem Eindruck dem Spannungsbogen am ehesten angemessen.

Für Köln sprach ohnehin, dass es die Geburtsstadt des Aufstiegs der Lena Meyer-Landrut vor gut dreieinhalb Jahren war – und schließlich muss für Köln gerechterweise angefügt werden, dass es wieder einmal getröstet, nein, freundlich bedacht werden muss in Sachen ESC. Für die Leute am Dom ist es, höre ich, noch immer eine Wunde im Selbstverständnis, dass 2011 das internationale Finale abgehalten in Düsseldorf wurde. Wo man doch glaubt, die eigentliche Landeshauptstadt zu sein in Nordrhein-Westfalen.

Die Entscheidung für Köln – also für eine Vorentscheidung an einem Abend – bedeutet nach meiner Spekulation, dass ein ähnliches Format wie im Februar in Hannover gewählt werden wird. Also ein Reigen von Nummern, die sich stilistisch in vielerlei Hinsicht unterscheiden, also: von Cascada über LaBrass Banda, Ben Ivory bis hin zu Betty Dittrich.

Anders gesagt: Eine irgendwie starke Vorfreude hat jetzt einen zeitlichen Horizont und ein örtliches Ziel.

Dieses Thema im Programm:

Das Erste | Eurovision Song Contest | 14.02.2013 | 20:15 Uhr