1966: Grand Prix Eurovision de la Chanson Européenne in Luxemburg

Udo Jürgens begleitet sich 1966 beim Grand Prix selbst am Klavier. Er belegt für Österreich den 1. Platz. 1964 belegte er den 6. Platz, sowie 1965 den 4. Platz © dpa - Bildarchiv Foto: Ducklau

Udo Jürgens gewann den Grand Prix 1966.

Beim Finale in Luxemburg war Europa gespalten: Vor allem die nordeuropäischen Länder verteilten viele Punkte an ihre Nachbarn, dafür aber keine an den späteren Sieger, der in Süd- und Westeuropa gut ankam. Trotzdem gewann Udo Jürgens bei seinem dritten Anlauf im Grand Prix mit dem Titel "Merci Chérie" mit deutlichem Abstand vor den Verfolgern. Auch aus Deutschland bekam Udo Jürgens übrigens keine Punkte.

Margot Eskens, Madalena Iglésias, Tonia, Madeleine Pascal und Åse Kleveland - im Jahr eins nach France Gall schickten viele Teilnehmerländer niedliche, kleine Mädchen oder junge Frauen ins Rennen. Margot Eskens holte mit "Die Zeiger der Uhr" nach zwei punktlosen Jahren für Deutschland immerhin Platz zehn. Schweden setzte nicht nur auf die Jugend mit Lill Lindfors.

Historie

Die Finalteilnehmer 1966

Der späteren ESC-Moderatorin stellten die Skandinavier den älteren Herrn Svante Thuresson zur Seite. Das Duo wurde mit "Nygammal vals" Zweite. Katastrophal war die Live-Performance der ESC-Ikone Domenico Modugno: Die schlechte Leistung des Orchesters frustrierte den Italiener bei den Proben so sehr, dass er wütend die Bühne verließ. Im Finale bekam er keine Punkte.

Wissenswertes

Åse Kleveland aus Norwegen setzte sich über die Kleideretikette hinweg und wagte sich im Pyjama auf die Bühne in Luxemburg. Der Mut wurde belohnt: Platz drei für "Intet er nytt under stolen".

Milly Scott startete für die Niederlande und war die erste schwarze Teilnehmerin in der Geschichte des ESC.

Dieses Thema im Programm:

Das Erste | Eurovision Song Contest | 05.03.1966 | 21:00 Uhr

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Weitere Informationen

11. Eurovision Song Contest

Datum: 5. März 1966
Gastgeber: Luxemburg
Teilnehmer: 18
Abstimmungs-Modus: Jurywertung