Die Telenor Arena - Hightech für den ESC

Die Telenor Arena bei Oslo

Ähnelt einer Schüssel: die Telenor Arena vor den Toren Oslos.

Man könnte meinen, die Norweger hätten schon vor einigen Jahren gewusst, dass Alexander Rybak den Eurovision Song Contest nach Oslo holen würde und die Stadt deshalb eine großzügige Veranstaltungshalle brauchen würde. Denn mit der Telenor Arena durften sich Teilnehmer und Zuschauer des Eurovision Song Contest 2010 auf eine der modernsten Veranstaltungshallen Europas freuen: Die Multifunktionshalle vor den Toren der norwegischen Hauptstadt liegt nur wenige Kilometer entfernt von Oslos Zentrum in Fornebu - hier befand sich bis zu seiner Schließung im Jahr 1998 der frühere Hauptflughafen Oslos. Heute ist das Gelände ein riesiges Neubaugebiet.

Heimatrasen des Fußballclubs Stabæk

Die Telenor Arena wurde von Anfang an als Multifunktionshalle konzipiert und dient neben anderen Großveranstaltungen vor allem als Heimatstadion des norwegischen Fußball-Erstligisten Stabæk. Mit ihren rund 15.600 Plätzen ist sie das größte Indoor-Fußballstadion Europas. Noch mehr Platz bietet die Arena Konzertbesuchern. Dann kann sie problemlos bis zu 23.000 Zuschauern fassen.

Die Telenor Arena bei Oslo

Die Fußballarena kann problemlos zur Konzerthalle umgebaut werden.

Die Halle, erbaut von dem norwegischen Architekturbüro HRBT Arkitekter in Zusammenarbeit mit dem Ingenieurbüro NCC Construction, erinnert optisch an eine riesige Schüssel. Das Dach der Telenor Arena ist fest mit der Trägerkonstruktion verbunden und kann nicht geöffnet werden. Die Fußballspiele finden auf Kunstrasen statt. Sowohl Spielfeld als auch Tribünen sind überdacht - zur Freude vieler Fußballfans, die sich angesichts des rauen norwegischen Klimas in offenen Stadien schnell kalte Füße holen.

An die imposante Stahlkonstruktion der Halle schließt sich ein siebenstöckiger Gebäudekomplex mit Ladenflächen, Restaurants, Bars, VIP-Lounges und Büroräumen an. Der Bau kostete insgesamt rund 73 Millionen Euro. Bereits im Juni 2008, als die bis dahin Fornebu Arena genannte Halle noch in Bau war, sicherte sich das norwegische Telekommunikationsunternehmen Telenor die Rechte auf die Benennung des Stadions bis 2018.

Erster Härtetest durch AC/DC

Mit einem Wohltätigkeitsmatch zwischen Liga-Meister Stabæk und Pokalsieger Vålerenga wurde die Telenor Arena am 8. März 2009 offiziell eröffnet. Das Spiel gewann Stabæk auf seinem neuen Heimatrasen mit 3:1. Einen ersten akustischen Härtetest hatte die Arena bereits kurz zuvor bestanden: Am 18. Februar 2009 hatten die Hardrocker von AC/DC hier vor ausverkaufter Halle den lautstarken Europa-Auftakt ihrer Black Ice World Tour gegeben. Und die brandneue Telenor Arena hatte bewiesen, dass sie auch für musikalische Großereignisse optimal gerüstet ist. Beste Voraussetzungen also für einen stimmungsvollen Song Contest, bei dem sich Fans und Künstler gleichermaßen wohl fühlen können. Auch die lästige Parkplatzsuche entfällt übrigens: Da es rund um die Arena keine privaten Parkplätze gibt, werden die internationalen Fans des Eurovision Song Contest am 25., 27. und 29. Mai ausschließlich mit öffentlichen Verkehrsmitteln zur Telenor Arena strömen.

Dieses Thema im Programm:

Das Erste | Eurovision Song Contest | 29.05.2010 | 21:00 Uhr