Stand: 04.05.09 10:37 Uhr

Lidia Kopania: "Ich fühle mich wie eine Gewinnerin"

Lidia Kopania singt für Polen © NDR Online

Ihre ESC-Teilnahme bezeichnet Lidia Kopania als großes Abenteuer.

Sie fühle sich schon jetzt als Gewinnerin, sagte Lidia Kopania im Gespräch mit eurovision.de. Die 30-jährige Polin kann beim Eurovision Song Contest nur besser abschneiden, als ihre Vorgängerin Isis Gee, die in Belgrad auf dem letzten Rang landete. Mit ihrer vier Oktaven umfassenden Stimme wird Lidia in Moskau mit "I Don't Wanna Leave" versuchen, ins Finale zu kommen.

eurovision.de: Was bedeutet Ihnen das Ticket nach Moskau?

Lidia Kopania: Es ist ein großes Abenteuer. Ein toller Wettlauf, bei dem das Ende schwer vorauszusagen ist. Für mich ist es eine großartige Möglichkeit, Leute zu treffen, Energie auszustauschen und Kontakte für eine mögliche, spätere Zusammenarbeit zu knüpfen. Ich fühle mich also schon wie eine Gewinnerin. Ich habe ja auch den polnischen Vorentscheid gewonnen! Jetzt will ich es in Moskau natürlich auch ins Finale schaffen.

Polen: Lidia Kopania - "I Don't Wanna Leave"

Eurovision Song Contest

Mit Lidia Kopania, der erfahrenen Sängerin und Frontfrau der deutschen Popband Kind Of Blue trat ein Profi an. Für das Finale beim ESC 2009 in Moskau reichte es jedoch nicht.

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eurovision.de: Welcher Titel ist Ihr größter Konkurrent?

Lidia Kopania: Ich finde, der Grand Prix ist kein sportlicher Wettbewerb. Es ist alleine schon deshalb toll, einfach teilzunehmen, zu singen, und dass das Publikum mir zuschaut. Ich fühle mich nicht als Wettbewerberin. Ich finde, die Musik kann nicht miteinander konkurrieren. Aber zu Ihrer Frage: Ich mag den schwedischen Beitrag von Malena Ernman.

eurovision.de: ... die auch auf Englisch singt, wie die meisten Teilnehmer der letzten Jahre. Was halten Sie davon, wenn die Beiträge in ihrer jeweiligen Landessprache gesungen werden?

Lidia Kopania: Das hängt vom Lied ab. Wenn es sich um ein Folklorelied handelt, passt vielleicht die jeweilige Landessprache besser, um den Ort zu verdeutlichen, wo man herkommt. Mein Lied auf polnisch zu singen, wäre schwer, eigentlich unpassend. Zwei der Autoren (Alex Geringas und Bernd Klimpel, Anm. d. Red.) kommen aus Deutschland, einer aus England, er schreibt auch für Kylie Minogue. Mein Song ist mehr Richtung Mainstream, da passt Polnisch nicht so gut.

eurovision.de: Waren Sie schon früher Fan des ESC?

Lidia Kopania: Ich muss gestehen, nicht besonders. Klar habe ich hie und da mitbekommen, dass der eine oder andere tolle Song es nicht ins Finale geschafft hat. Aber ich habe mich nicht besonders damit beschäftigt. Das hat sich seit meiner eigenen Teilnahme natürlich geändert. Ich versuche, mir mehr vom Hintergrund des ESC anzueigenen. Der Wettbewerb und seine Geschichte sind aber so umfassend, dass ich nicht soviel in so kurzer Zeit aufnehmen kann.

eurovision.de: Andererseits gibt Ihnen das vielleicht gerade die nötige Lässigkeit, unbefangen an Ihren Auftritt zu gehen, ohne all das Hintergrundwissen, was einmal gut ankam und was nicht ...

Lidia Kopania: Klar! Ich habe mich sowieso nicht damit auseinandergesetzt, welcher Song der Beste für diesen Wettbewerb wäre. Ich hätte auf jeden Fall immer diesen Song aus meinem nächsten Album genommen, ich liebe ihn sehr.

eurovision.de: Wie wichtig ist es, einen gesonderten Videoclip für die Eurovision aufzunehmen, der über den Vorentscheidsauftritt hinausgeht?

Lidia Kopania: Sehr wichtig, soviel ist sicher. Es unterstützt das Lied und die Leute lernen dich vor deinem Auftritt bei der Eurovision besser kennen.

Dieses Thema im Programm:

Das Erste | Eurovision Song Contest | 16.05.2009 | 21:00 Uhr