Belgien: Urban Trad

Urban Trad vertreten Belgien 2003 beim Grand Prix und belegen den 2. Platz  Foto: Ulrich Perrey

Nach den schlechten Erfahrungen von 2002 entschied sich der wallonische Sender RTBF, für 2003 intern den Teilnehmer für das Grand Prix Finale in Riga festzulegen. Die Entscheidung fiel auf die Folkband Urban Trad, die für Belgien die Fahnen hoch halten durfte.

Die Geburtsstunde Urban Trads fällt in das Jahr 2001. Leadsänger Yves Barbieux erfüllte sich einen großen Traum, als er verschiedene Künstler, die ihre Wurzeln in Folk und traditioneller Musik sehen, in einer Band zusammenbrachte. Der Wallone, der selber keltische Musik studierte und verschiedene keltische Instrumente spielt, fand schnell sieben weitere Musiker, die sich für sein Projekt begeistern konnten.

In einem Brüsseler Studio wurden anschließend die von Yves geschriebenen traditionellen Songs modern arrangiert. Das Ergebnis war eine tanzbare und moderne Folk-CD, die sofort gut ankam. 2002 gab es eine leichte Richtungsänderung im Sound von Urban Trads: die Folk-Wurzeln blieben weiterhin Grundlage, während der gesamten Musik mehr rhytmische Elemente verliehen wurden.

Frei erfundene Fantasiesprache

Mit ihrem Song "Sanomi" hob sich die belgische Band auf jeden Fall von den anderen Finalisten ab: Ihr gesamter Text bestand aus einer frei erfundenen Fantasiesprache. Europas Zuschauer fanden die Idee ebenso originell und wählten Urband Trad auf den 2. Platz, nur knappe zwei Punkte hinter die Gewinnerin Sertab Erener.

Dieses Thema im Programm:

Das Erste | Eurovision Song Contest | 24.05.2003 | 21:00 Uhr

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