Kaffe tritt mit dem Titel "Lorrain" für Bulgarien an © NDR Foto: Rolf Klatt

Bulgarien: Kaffe

Krimiartige Züge hatte der Vorentscheid in Bulgarien angenommen. Noch bevor es zu einer Entscheidung kam, streikte das Duo Slavi Trifunov & Sofi Marinova vor laufenden Kameras. "Ich werde heute Abend nicht singen, denn ich will nicht an einer Lüge beteiligt sein", sagte Slavi live. Die Gruppe Kaffe werde sowieso siegen, sie habe sich den Sieg mit rund 25.000 Euro für SIM-Karten erkauft, so der Sänger weiter. Des weiteren seien Menschen angeworben worden, die gegen Bezahlung den Sender mit SMS für Kaffe überschwemmen würden.

Kaffe tritt mit dem Titel "Lorrain" für Bulgarien an © NDR Foto: Rolf Klatt

Um den Auftritt in Kiew gab es jede Menge Aufregung.

Wie prophezeit gingen die Musiker der Gruppe Kaffe als Sieger aus der Abstimmung hervor. Sie erreichten im Televoting die absolute Mehrheit der Stimmen, woraufhin ein Großteil der Zuschauer den Saal verließ. Slavi und seine Partnerin erhielten trotz ihres Boykotts rund ein Drittel aller Stimmen.

Auch nach der Entscheidung blieb die Stimmung in Bulgarien gereizt. Auf einer Pressekonferenz verkündete der Manager von Kaffe, er werde von Anhängern Slavis bedroht und erpresst. Weiter wurden Vorwürfe laut, bei dem Siegersong handele es sich um ein Plagiat. Der Titel sei dem Song "Don't Go" von Ruslan Mainov zu ähnlich.

Trotz allen Wirbels stellten Kaffe in Kiew ihren Song "Lorrain" dem internationalen Publikum vor. Der ein wenig an Bar-Musik erinnernde Song kam im Halbfinale auf Platz 19 und schied aus.

Dieses Thema im Programm:

Das Erste | Eurovision Song Contest | 21.05.2005 | 21:00 Uhr

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