Der Junge mit der Gitarre (bürgerlichTobias Schacht) 2003 bei der Generalprobe zum deutschen Vorentscheid beim Grand Prix, konnte sich aber nicht qualifizieren © dpa Foto: Wulf Pfeiffer

Mit Klampfe für Deutschland zum ESC

Der Junge mit der Gitarre (bürgerlichTobias Schacht) 2003 bei der Generalprobe zum deutschen Vorentscheid beim Grand Prix, konnte sich aber nicht qualifizieren © dpa Foto: Wulf Pfeiffer

Beim deutschen Vorentscheid muss Der Junge mit der Gitarre nach der ersten Runde nach Hause gehen.

"Ich betrachte den Grand Prix erst einmal als Sozialstudie. Sollte ich dennoch gewinnen, dann gnade mir Gott.", sagte Tobias Schacht vor seinem Auftritt in Kiel, der lieber Der Junge mit der Gitarre, oder kurz DJMDG, genannt werden will.

Die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung schickte den jungen Mann offiziell ins Rennen. Nach eigener Aussage will das Blatt "mit intelligenten und muttersprachlichen Liedern eine ganz neue Qualität in den Wettbewerb bringen". Das sah das Publikum anders und wählte DJMDG nicht über die Vorrunde hinaus.

Der Junge mit der Gitarre gehört zur neuen Generation deutsch singender Liedermacher. Nach einer klassischen Gitarrenausbildung, einem kurzem Jazzstipendium in Texas und abgebrochenem Psychologiestudium, griff der reife Junge zur Gitarre und landete 2002 einen Sommerhit: "Meer sehn". Gitarrenpop in kleiner Besetzung mit schmaler Instrumentierung.

Beim Vorentscheid wurde er von seinem Vater, einem Kirchenmusiker, am Klavier begleitet. Sein Song "Die Seite, wo die Sonne scheint" ist: "Kein Lied von der heilen Welt, sondern von einem schönen Tag, der genossen wird, aber an dem die Probleme der Welt nicht vergessen werden dürfen." Hat Tobias Schacht vielleicht doch heimlich ein Herz für den Grand Prix? "Ich gehe gern dorthin, wo es weh tut", sagt der Junge und nimmt die Gitarre.

Dieses Thema im Programm:

Das Erste | Eurovision Song Contest | 07.03.2003 | 20:15 Uhr