Großbritannien: James Fox

James Fox trat beim ECS 2004 für Großbritannien an © picture-alliance / dpa Foto: Kerim Okten

Spricht man die Briten auf den Eurovision Song Contest an, verdrehen die meisten die Augen. Das Land steckt in einer tiefen Depression. Seit Jahren kehren die Teilnehmer mit miserablen Ergebnissen vom Wettbewerb zurück. Trauriger Höhepunkt war das Abschneiden des Duos Jemeni 2003. Als sei ein letzter Platz nicht Schmach genug, schickten die anderen Länder das Pärchen ohne einen Punkt zurück auf die Insel.

Vor diesem Hintergrund hatte James Fox leichtes Spiel in Istanbul. Niemand erwartete von ihm eine Platzierung auf den vorderen Plätzen. Man war in Großbritannien schon zufrieden, dass er bei seinem Auftritt jeden Ton traf und am Ende mit einem 16. Platz heimkehrte. Die Chancen standen von vornherein nicht schlecht: Der 27-Jährige aus Cardiff in Wales blickt auf eine lange musikalische Karriere zurück. Mit acht Jahren lernte er Klavier spielen, später trat er in lokalen Pubs und Clubs auf, arbeitete als Entertainer auf einem Kreuzfahrtschiff und unterhielt die britischen Soldaten im Kosovo, auf den Falkland-Inseln und in Afghanistan. Landesweit fiel Fox erstmals 2003 auf, als er beim Talentwettbewerb "Fame Academy" den fünften Platz belegte.

Sein Lied für den Eurovision Song Contest hieß "Hold On To Your Love". Die englischen Fernsehzuschauer wählten die Ballade nach der Bewertung durch eine Experten-Jury per Televoting und SMS-Abstimmung aus sechs Beiträgen aus. "Ich habe gespürt, dass mein Song großartig ist", sagte Fox nach der Veranstaltung.

Dieses Thema im Programm:

Das Erste | Eurovision Song Contest | 15.05.2004 | 21:00 Uhr

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