Die slowenische Sängerin Hannah  Foto: Klemen Razinger
Stand: 15.05.13 00:26 Uhr

Porträt

Hannah: Gebürtige Amerikanerin singt für Slowenien

von Anja Kelber

Slowenien hat 2013 auf Internationalität gesetzt. "Straight Into Love" sang die in den USA geborene Hannah für das kleine Land zwischen Österreich und Kroatien im ersten Halbfinale. Für eine Qualifikation ins Finale reichte das internationale Flair jedoch nicht.

Wer die groß gewachsene, dunkelblonde Sängerin nach ihrem Nachnamen fragt, bekommt ein italienisches "Mancini" zu hören. Doch mit den schwelgerischen Hollywood-Soundtracks ihres Namensvetters Henry Mancini hat Hannahs selbst geschriebener Titel wenig zu tun. "Straight Into Love" ist eine temporeiche, mit Dubstep-Anleihen garnierte Euro-Dance-Nummer, die gesanglich ein wenig an Madonna, rhythmisch ein wenig mehr an David Guetta erinnert. Der Titel verrät es, inhaltlich geht es um die Liebe auf den ersten Blick.

Slowenien: Hannah - "Straight Into Love"

Die gebürtige Amerikanerin Hannah präsentiert in Malmö die Euro-Dance-Nummer "Straight Into Love" - sie hat an dem temporeichen Song mitgeschrieben.

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Erfolgreich in der neuen Heimat

Die slowenische Sängerin Hannah  Foto: Klemen Razinger

Mit ihrer Band Xequtifz ist Hannah in Slowenien bereits erfolgreich.

Die Liebe war es auch, wegen der die US-Amerikanerin, die in Los Angeles geboren wurde, nach Ljubljana kam - und dies ist der erste ESC-Einsatz für das Land ihres slowenischen Ehemannes. Zwar nahm sie bereits 2011 mit DJ Sylvain und Mike Vale am nationalen Vorentscheid teil, konnte sich jedoch nicht durchsetzen.

Seit sechs Jahren lebt Hannah in der Hauptstadt Sloweniens und ist dort mit ihrer Band Xequtifz (Aussprache wie das englische "executives") recht erfolgreich. International kann sie auf ein knappes Dutzend Veröffentlichungen verweisen, als musikalische Vorbilder nennt sie Stevie Wonder, Donna Summer, aber auch Goldfrapp und LCD Soundsystem. Außerdem liebt sie alte Italo-Disco-Videos, Vivienne Westwood, Pam Hogg, London und die blaue Adria. Alles sehr international eben.

Mehr Tempo nach "Verjamem"

Slowenien kam seit dem ESC-Debüt 1993 elf Mal in die Endrunde, die besten Resultate, je einen siebten Platz, erreichte man 1995 mit Darja Svajger und 2001 mit Nusa Derenda. Nach dem enttäuschenden Abschneiden des letztjährigen, in einer Castingshow ermittelten Beitrags - Eva Botos tüllverhangene Bombasthymne "Verjamem" erreichte den vorletzten Platz im Halbfinale - entschied man sich beim verantwortlichen slowenischen Sender RTV SLO für eine direkte Nominierung. Und für mehr Tempo. Beim ersten Halbfinale am 14. Mai riss es das Fernsehpublikum trotzdem nicht genug mit.

Dieses Thema im Programm:

Das Erste | Eurovision Song Contest | 18.05.2013 | 21:00 Uhr