Lotto King Karl und Die Barmbek Dreamboys fischering ROH

Lotto King Karl und die Barmbek Dream Boys beim deutschen Vorentscheid 2000 © dpa Foto: Ingo Wagner

Der Legende geht so: 1995 wurde der damals arbeitslose Gabelstaplermonteur Karl König über Nacht durch den sagenhaften Gewinn in Höhe von 42 Millionen Mark beim Lotto in die Welt der Schönen und Reichen katapultiert. Fortan nannte er sich Lotto King Karl und begann eine Karriere als Popstar. Die Singles "Ich hab den Jackpot" und "Allergie" verkauften sich auf Anhieb ganz gut, und eine Band wurde gegründet: Die Barmbek Dreamboys.

Zahllose Auftritte, ausverkaufte Hallen und große Festivals folgten. Die wachsende Fangemeinde beobachtete staunend, wie dieses Zufallsprodukt zu einem ernst zu nehmenden Live-Act heranwuchs. Es folgten die ersten Ohnmachtsanfälle vor der Bühne, Frauen begannen, mit Unterwäsche zu werfen, Männer mit Stagediving, es gab auch reichlich Verhaftungen, und es formierte sich eine hartnäckige Front gutaussehender Groupies.

1999 kam "Die alte S-Klasse", das zweite Album, mit der Single "Opfer der Justiz" und wurde vor 200 begeisterten Strafgefangenen der Vollzugsanstalt Hamburg-Fuhlsbüttel der zukünftigen Öffentlichkeit vorgestellt. Eine Tournee folgte und festigte Lottos Anspruch auf den Titel "Deutscher Bruce Springsteen". Dann im Herbst: Lotto entschloss sich, mal was Gutes für seine Freunde zu tun und spendierte der befreundeten Hamburger Band ROH eine Tour durch die Medienstädte Deutschlands. Jeder Besucher bekam am Eingang 10 Mark in bar von Lotto in die Hand, blieb als bezahlter Gast - und ging als Fan.

 2000 traten Lotto King Karl & Die Barmbek Dreamboys fischering ROH beim Vorentscheid mit dem Song "Fliegen" an - ohne Erfolg.

Dieses Thema im Programm:

Das Erste | Eurovision Song Contest | 18.02.2000 | 20:15 Uhr