Mia

Die Band Mia bei den Proben zum deutschen Vorentscheid 2004 © dpa Foto: Andreas Altwein

"Alles neu" nannte die Band Mia die Single-Auskopplung ihres ersten Albums im Mai 2002. Der Titel war Programm: Nachdem ihre ersten Gehversuche im Indie-Pop-Genre nicht wirklich von Erfolg gekrönt waren, haben die fünf Musiker aus Berlin das Schuhwerk gewechselt. Seitdem bezeichnen sie ihre eigene Musik als Electro-Punk. Neben der Band feilt fortan ein Team aus Künstlern, Designern und Image-Beratern an dem Produkt Mia.

Manche Hörer hatten bei dem dazugehörigen Album "Hieb und Stichfest" aber nicht das Gefühl, wirklich Neues zu hören. Stattdessen fühlten sie sich an Trends der 80er-Jahre erinnert: Neue Deutsche Welle und Synthie-Pop. Besonders mit der NDW-Band Ideal mit Frontfrau Annette Humpe verglichen Kritiker die Electro-Punker. Mia setzten aus bekannten Klängen neue Stücke zusammen.

Als Electroband sehen sich Mia nicht. Electro stehe vielmehr für eine Herangehensweise an die Musik, erklärt Sängerin Mieze: "Einfach die Bass-Drum das ganze Stück durchlaufen lassen und die Gitarren wie einen Synthesizer spielen." Auch vom Punk haben sich die Berliner nur die Schnoddrigkeit und Provokation geliehen. "Punk bin ich, wenn ich will," sagt die zur Selbstdarstellung neigende Sängerin. Und: "Ich bin die Zukunft."

Bei Mia stoßen Gegensätze aufeinander

Das Resultat ist frische Popmusik. "Ich liebe das Leben" singen Mia mit einer Ich-mach-was-ich-will-Attitüde, und das sieht bei ihnen durchgestylt und wild aus. So stoßen bei der Musik von Mia mehrere Gegensätze aufeinander: Underground und Mainstream, Rock und Techno. Sie geben sich als Kämpfer gegen das Eingefahrene, bringen ihre Platten aber bei Sony heraus. Was wirklich in ihnen steckt, konnten die Berliner am 19. März 2004 unter Beweis stellen, als sie in ihrer Heimatstadt bei der ARD-Show "Germany 12 Points!" mit ihrem Song "Hungriges Herz" auftraten.

Dieses Thema im Programm:

Das Erste | Eurovision Song Contest | 19.03.2004 | 20:15 Uhr

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