Senait

Senait 2003 bei der Generalprobe zum deutschen Vorentscheid beim Grand Prix, konnte sich aber nicht qualifizieren © dpa Foto: Ulrich Perrey

"Schon als Kind habe ich ständig gesungen", erzählt Senait Mehari in ihrer Biographie. Dabei gab es während ihrer Kindheit wenig Anlass dazu: Am 3. Dezember 1976 wurde Senait in Asmara geboren, der heutigen Hauptstadt Eritreas. Während des Krieges zwischen Eritrea und Äthiopien geriet die damals 5-Jährige in eine Kinderarmee. Mit Hilfe ihres Onkels gelang Senait von dort nach vier Jahren die Flucht - als Beduinin verkleidet.

Bis 1988 lebte Senait dann mit ihren zwei Schwestern in der sudanesischen Hauptstadt Khartum bis sie zusammen nach erfolgreich beantragtem Asyl zu ihrem Vater nach Hamburg ausreisen konnten - in eine für sie völlig fremde Welt. Doch mit der Senait eigenen Energie zog sie nach der Fachoberschule für Wirtschaft anschließend auch noch eine Ausbildung zur Rechtsanwaltsgehilfin durch.

Senait singt mit ihrem eigenen Stil, dem "Senait-Style", wie sie ihn nennt, einer "Mischung aus Rhythm & Blues, Pop und ethno-afrikanischen Elementen". Darüber hinaus hat die Sängerin für die No Angels getextet und am Rilke-Projekt mitgewirkt.

Von ihrem Song für den deutschen Vorentscheid und ihren eigenen Qualitäten ist die taz-Interpretin jedenfalls überzeugt: "Ich habe einen guten Song, ich kann sehr gut singen und das auch auf der Bühne rüberbringen", sagte die Sängerin. Wie einst Sandy Shaw 1967 trat Senait barfuß auf, doch ohne Erfolg: "Herz aus Eis" kam nicht über die Vorrunde hinaus.

Dieses Thema im Programm:

Das Erste | Eurovision Song Contest | 07.03.2003 | 20:15 Uhr

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