Spanien: Las Ketchup

Las Ketchup treten für Spanien ganz in Rot an © NDR Foto: Rolf Klatt

Ihr Ketchup-Song war der Sommerhit des Jahres 2002. Fast vier Jahre später trat die Gruppe "Las Ketchup" für Spanien beim Grand-Prix-Finale in Athen an. Aus dem ursprünglichen Schwestern-Trio Lola, Lucía und Pilar Muñoz war in der Zwischenzeit ein Quartett geworden. Als vierte Schwester verstärkte Rocío die Familienband. Mit dem Song "Bloody Mary" wollten sie in Athen an den Erfolg ihres damaligen Hits anknüpfen. Der Ketchup-Song, auf spanisch "Aserejé", verkaufte sich europaweit sieben Millionen Mal und startete damals in den spanischen Charts von Null auf Platz eins.

Die Musik ist den vier Schwestern aus Cordoba in die Wiege gelegt worden. Ihr Vater ist der bekannte Flamenco-Gitarrist "El Tomate". Nicht weniger Einfluss auf den Erfolg der Gruppe hat Manuel Ruiz Gómez. Er produzierte und schrieb "Aserejé" und ist nun auch für den Wettbewerbsbeitrag "Bloody Mary" verantwortlich.

Spanien setzte auf interne Auswahl

Beim spanischen Vorentscheid hatte die Jury des Senders TVE in einer internen Auswahl die Qual der Wahl zwischen 245 Kandidaten. Immer wieder drangen Gerüchte nach Außen - als größter Konkurrent von Las Ketchup galt lange das Duo Azucar Moreno. Die beiden Sängerinnen Toñi und Encarni holten 1990 beim Grand-Prix-Finale in Zagreb mit 96 Punkten den fünften Platz für Spanien. Die Verantwortlichen dürften nach der Endrunde nicht sonderlich zufrieden mit ihrer Entscheidung zugunsten von Las Ketchup gewesen sein. Zwar flogen keine faulen Tomaten auf die Bühne, aber Lola, Lucía, Pila und Rocío landeten lediglich auf Rang 21.

Dieses Thema im Programm:

Das Erste | Eurovision Song Contest | 20.05.2006 | 21:00 Uhr

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