Türkei: Athena

Athena vertraten die Türkei beim ESC 2004 © picture-alliance / dpa Foto: Kerim Okten

Die Türkei - Gastgeber des Eurovision Song Contest 2004 - hat sich endgültig von orientalischer Folklore verabschiedet. Nachdem schon die Sängerin Sertab Erener in Riga mit einem modernen Popsong und englischem Text antrat und gewann, vertrat im Mai die Ska-Band Athena das Land am Bosporus. Der TV-Sender TRT beauftragte das Quartett, im Rahmen einer Fernsehshow drei Songs vorzustellen. Die Zuschauer wählten mit großer Mehrheit den Titel "For Real", der auch europweit viel Zuspruch bekam. Athena belegte im Finale den 4. Platz.

Einen Namen machten sich Athena in der Türkei schon durch die Hymne "Oniki Dev Adam", einem Auftragswerk, das der nationalen Basketball-Auswahl gewidmet ist. Auch in Deutschland waren sie im Rahmen der Popkomm in Köln und einer kleinen Tour im Jahr 2001 zu sehen. Davor waren die Auftritte von Athena ein bedeutender Bestandteil des Nachtlebens in Istanbul.

Die Brüder Gökhan und Hakan Özoguz gründeten die Band Anfang der 90er-Jahre. Eigentlich schrieben sie Texte in ihrer Landessprache, beim Finale mussten sie jedoch auf Englisch singen. So lautete die offizielle Vorgabe von TRT. Ihrem musikalischen Stil wollten Athena aber auch beim Eurovision Song Contest treu bleiben und dadurch Vorurteile gegenüber türkischer Musik abbauen.

Dieses Thema im Programm:

Das Erste | Eurovision Song Contest | 15.05.2004 | 21:00 Uhr

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