Kati Wolf
"What About My Dreams", 2011 in Düsseldorf (Finale) (22. Platz, 53 Punkte)
Stand: 15.05.2011 03:21 Uhr  | Archiv

Ungarn: Kati Wolf

Nachdem Ungarn 2010 aus finanziellen Gründen auf seine Teilnahme am Eurovision Song Contest verzichtete, konnten sich die Magyaren in diesem Jahr wieder auf den Grand Prix freuen. Die Verantwortlichen des ungarischen Fernsehens MTV hatten sich in einer internen Auswahl für Kati Wolf als Landesvertreterin entschieden. Ihr Titel "What About My Dreams" ist ein Popsong im 80er-Jahre-Disco-Stil. In ihrer Sprache heißt er "Szerelem miért múlsz"; im Finale sang Kati einen Mix aus Englisch und Ungarisch und schaffte es damit nur auf Platz 22.

VIDEO: Ungarn: Kati Wolf - What About My Dreams (2 Min)

Teilnehmerin mit "X-Factor"

Bei der Präsentation des Titels im ungarischen Fernsehen präsentierte sich Kati Wolf in einem knappen Seidenkleid. Sie hat das gewisse Etwas: in ihren dramatischen Gesten, ihrem Gesicht, ihrer Stimme. Hier steht eine Frau, die sich vor Publikum zu präsentieren weiß. Und sie sieht dabei aus wie Sarah Jessica Parker in "Sex and the City" kurz nach einer Extrem-Shopping-Tour durch Manhattan. So ist es auch nicht verwunderlich, dass Kati 2010 bei der ungarischen Ausgabe von "X-Factor" unter den Castingprinzessinnen zu finden war. Und das mit ihren immerhin 36 Jahren. Hätte sie gesiegt, wäre der Titel Königin passender gewesen, aber die zweifache Mutter landete nur auf Platz 6.

 

Die Eurovision Song Checker
Kati Wolf, ESC-Teilnehmerin 2011 für Ungarn © MTVA
4 Min

Songcheck: Kati Wolf - "What About My Dreams"

Tim Frühling, Musikexperte von hr3, nimmt den ungarischen Beitrag "What About My Dreams" von Kati Wolf kritisch unter die Lupe. 4 Min

Früh übt sich

Kati Wolf kann auf eine lange musikalische Karriere zurückblicken. Bereits 1981 - im Alter von sieben Jahren - eroberte sie die Herzen des ungarischen TV-Publikums. Damals sang sie die Titelmelodie zur beliebten Zeichentrickserie "Vuk". Auch nach der Schule blieb sie der Musik treu. Kati studierte an der Ungarischen Musik Akademie und sang nach ihrem Master-Diplom in verschiedenen Bands. Ihr eigentlicher Durchbruch kam dann aber erst im vergangenen Jahr durch ihre "X-Factor"-Teilnahme. Anfang 2011 nahm sie ihr erstes Solo-Album auf. Über ihren ESC-Song schwärmt sie: "Ich liebe diesen Song, er zeigt wie und wer ich bin. Ich bin sicher, dass die 100 Millionen Zuschauer in ganz Europa ihn auch lieben werden."

Dieses Thema im Programm:

Das Erste | Eurovision Song Contest | 14.05.2011 | 21:00 Uhr