Stand: 07.03.2011 13:11 Uhr

1994: Eurovision Song Contest in Dublin

Mekado beim Grand Prix d'Eurovision 1994
Mekado traten beim Grand Prix 1994 für Deutschland an.

So viele Länder wie noch nie wollten an diesem Song Contest teilnehmen. Damit das Feld von 25 Interpreten nicht gesprengt wurde, mussten Belgien, Dänemark, Israel, Slowenien und die Türkei, die alle im Jahr davor die hinteren Plätze belegt hatten, ein Jahr aussetzen. Italien und Monaco verzichteten freiwillig auf einen Start in Dublin.

Mit Paul Harrington und Charlie McGettigan aus Irland und ihrem Titel "Rock'n'Roll Kids" gewann zum ersten Mal in der Grand-Prix-Geschichte ein Männerduo. Gleichzeitig war es der dritte Erfolg Irlands hintereinander. Das Lied der beiden Herren, denen kaum einer den Sieg zugetraut hatte, handelte von der verflossenen Jugend und wurde von leiser Klaviermusik begleitet.

Auf Platz zwei landete die Polin Edyta Górniak mit "To nie ja", die beinahe disqualifiziert worden wäre. Bei der Generalprobe am Nachmittag, die die Juroren auch als erste Hörprobe nutzen, sang sie ihr Lied auf Englisch, was den Regeln nach verboten war. Sechs Länder forderten den Ausschluss der Polin, für eine Disqualifikation wären aber 13 nötig gewesen. Dritte wurden die Frauen von Mekado aus Deutschland. Teil des Trios war die heute mehr als Schauspielerin bekannte Dorkas Kiefer.

Wissenswertes zum 39. ESC

  • Die Pausen-Performance einer irischen Formation überstrahlte in Dublin den gesamten Wettbewerb. Die Tanzgruppe "Riverdance" belegte im Anschluss für 18 Wochen Platz eins der irischen Charts und entwickelte sich zu einer der erfolgreichsten Bühnenshows in Europa.

  • Zunächst sah es so aus, als ob Ungarn seinen ersten Sieg beim Contest landen könnte. Friderika führte mit "Kinek mondjam el vétkeimet" nach sechs Wertungen deutlich. Am Ende erreichte sie Platz vier.

Dieses Thema im Programm:

Das Erste | Eurovision Song Contest | 30.04.1994 | 21:00 Uhr

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