Die Grande Dame des ESC feiert ihren Neunzigsten

Bringt mit 82 Jahren noch eine neue Platte und zwei Videos heraus: Die erste Siegerin des Grand Prix, Lys Assia. © Cariblue Foto: Gerd Nolte

Lys Assia schätzt den Eurovision Song Contest, weil er die Nationen zusammen bringt.

Am Montag feierte die Grand-Prix-Legende Lys Assia ihren 90. Geburtstag. Ein großer Tag in der ESC-Geschichte, denn die Schweizerin ist 1956 die erste Gewinnerin des Wettbewerbs. Der Sieg mit dem Titel "Refrain" bestätigt damals ihren Ruf als herausragende Künstlerin. Die Sängerin hat schon vor ihrem legendären ESC-Auftritt weltweit Erfolg. Ihre größten Hits "Oh mein Papa" und "Weiße Hochzeitskutsche" haben Musikgeschichte geschrieben. Nach ihrem fulminanten ESC-Start tritt Lys Assia noch zwei Mal für ihr Heimatland an: 1957 erreicht sie den achten Platz und im Jahr darauf verpasst die den Sieg nur ganz knapp und wird Zweite. Bis heute mischt die stets elegant auftretende Dame mit im Grand-Prix-Zirkus. Sie ist Stammgast in den jeweiligen Austragungsorten und hat sich 2011 und 2013 sogar wieder selbst für den Schweizer Vorentscheid beworben.

Ein verwirklichter Lebenstraum

Lys Assia, Siegerin des 1. Grand Prix Eurovision im Jahr 1956, vor einem Gemälde.

Mit je einem ersten, zweiten und achten Platz gehört Lys Assia zu den erfolgreichsten Grand-Prix-Künstlern.

Schon als Kind träumt die 1924 im Kanton Aargau geborene Eidgenossin von einer Bühnenkarriere. Sie startet als Tänzerin, erkennt aber schnell, dass ihre größte Begabung das Singen ist. Ihre außergewöhnliche Stimme und ihr Showtalent haben sie im Musikzirkus bis ganz nach oben gebracht. Sie hat Millionen Platten verkauft, vor Queen Elizabeth II. gesungen und bleibt eine der wichtigsten Persönlichkeiten in der Geschichte des Eurovision Song Contest. Herzlichen Glückwunsch, Lys Assia.

Dieses Thema im Programm:

Das Erste | Eurovision Song Contest | 24.05.1956 | 21:00 Uhr