Ein Mann mit vielen Talenten: Jochen Rausch

1Live-Programmchef Jochen Rausch © WDR Foto: Sibylle Anneck

Mit Leidenschaft zum Jurymitglied: Jochen Rausch.

1Live ist beim Westdeutschen Rundfunk das Programm für junge Hörer und einer sorgt dafür, dass dieser Anspruch auch in die Realität umgesetzt wird: Programmchef Jochen Rausch. Am 15. April 2010 feierte der Sender seinen 15. Geburtstag und Rausch war von Anfang an dabei - zunächst fünf Jahre als Musikchef und Stellvertretender Programmchef, bevor er im Jahr 2000 selbst auf den Chefsessel wechselte.

Obwohl er bereits eine Dekade bei 1Live das Ruder in der Hand hat, ist der Job für Jochen Rausch immer noch eine Herzensangelegenheit – gerade wegen der Musik. Radio dürfe sich nicht "als Abspielplattform für 300 im Windkanal getestete Musiktitel" verstehen, erklärte der 54-jährige Wuppertaler einmal im Interview. Seine journalistische Karriere startete Jochen Rausch in den 70er-Jahren jedoch nicht beim Radio, sondern ganz klassisch im Print. Er schrieb für die Zeitungen "Westfälische Rundschau", "Neue Rhein-Zeitung", "Westdeutsche Zeitung" und "Rheinische Post". Erst 1982 wechselte er das Medium und arbeitete als Fernseh- und Hörfunkautor für den WDR und andere Sender der ARD-Familie.

Mit Stahlnetz in die Charts

Im selben Jahr sicherte sich Journalist Rausch auch einen Platz in der deutschen Musikgeschichte. Mit dem Album "Wir sind glücklich" schwamm seine Band Stahlnetz auf der Neuen Deutschen Welle bis in die Charts. Die NDW-Ära war längst wieder vorbei, als er 1986 sein BWL-Studium mit dem Schwerpunkt "Rundfunkökonomie" abschloss. Den endgültigen Beweis, dass er ein Mann mit vielen Talenten ist, lieferte Jochen Rausch schließlich 2008 mit der Veröffentlichung des literarischen Krimis "Restlicht" ab. Damit nicht genug: Beim Eurovision Song Contest 2010 wird Jochen Rausch nun beweisen, dass er auch das Zeug zum Juror hat.

Dieses Thema im Programm:

Das Erste | Eurovision Song Contest | 29.05.2010 | 21:00 Uhr