Vlatko Ilievski
"Rusinka", 2011 in Düsseldorf (Halbfinale)
Stand: 09.07.2018 00:44 Uhr  | Archiv

Mazedonien (FYR): Vlatko Ilievski

In Düsseldorf trat Vlatko Ilievski 2011 mit "Rusinka" für Mazedonien (FYR) an. Musikalisch liegt der Song, abgesehen von seinem Elektro-Pop-Intro, irgendwo zwischen Folk-Pop und Rock mit traditionellen Strömungen. Besungen wird die Liaison zwischen einem mazedonischen Jungen und einem russischen Mädchen. Inhaltlich zusammengefasst: Er versteht kein Wort von dem, was sie sagt - egal, die Musik und der Wodka verbinden.

VIDEO: Mazedonien (FYR): Vlatko Ilievski - Rusinka (3 Min)

Erfolgreich erst im vierten Anlauf

Vlatko Ilievski wagte 2011 bereits seinen vierten Versuch in Folge, den nationalen Vorentscheid zu gewinnen. 2008 und 2009 landete er aber nur im Mittelfeld. 2010 war er mit seinem Titel "Srekja" zwar punktgleich mit Gjoko Tanevski, da die Jury aber letztlich das Sagen hatte, flog Tanevski nach Oslo und sogleich auch nach dem Halbfinale wieder nach Hause. 2011 hatte Ilievksi es endlich geschafft und nun die Ehre, sein Land in Düsseldorf zu vertreten.

Die Eurovision Song Checker
Vlatko Ilievski nimmt 2011 für Mazedonien (FYR) am Eurovision Song Contest teil.  Foto: Darko Moraitov
4 Min

Songcheck: Vlatko Ilievski - "Rusinka"

Tim Frühling von hr3 hörte sich den Titel "Rusinka" von Vlatko Ilievski an. "Er wird es ins Finale schaffen, ein elfter Platz ist drin", war die Meinung des Musikexperten. 4 Min

Jon Bon Jovi auf Mazedonisch

1985 in der mazedonischen Hauptstadt Skopje geboren, begann Vlatko Ilievski bereits mit neun Jahren Gitarre und Klavier zu spielen. Später gründete er seine erste Band "Made in Macedonia". Nach erfolgreichen Auftritten bei diversen Rock-Festivals, bekam er das Angebot Frontmann der Rockgruppe Moral zu werden. Da war er gerade 15 Jahre alt. Wegen seiner Stimme und seines Aussehens wurde er schnell der mazedonische Jon Bon Jovi genannt. Den größten Erfolg mit Moral feierte er, als die Musiker 2005 das Konzert von Deep Purple in Skopje eröffneten. Sein erstes Soloalbum veröffentlichte Vlatko dann drei Jahre später. Einige Songs seines zweiten Albums - 2010 auf den Markt gekommen - standen noch ein Jahr später in den nationalen Charts.

Neben der Musik war Ilievski aber auch als Schauspieler einer TV-Serie und als Fernsehmoderator sehr gefragt. In seiner Heimat und den umliegenden Staaten hatte Vlatko also einen gewissen Star-Status. Genutzt hatte es ihm beim zweiten Halbfinale kaum - die Halbfinalhürde konnte der Sänger nicht überwinden. Am 6. Juli 2018 wurde der Musiker in Skopje tot in einem Auto gefunden.

Dieses Thema im Programm:

Das Erste | Eurovision Song Contest | 14.05.2011 | 21:00 Uhr