Norwegen: Christine Guldbrandsen

Christine Guldbrandsen beim ESC 2006 in Athen © NDR Foto: Rolf Klatt

Beim "Melodi Grand Prix 2006" in Norwegen sah am 4. Februar alles nach einem Zweikampf zwischen einer Elfe und zwei Drag-Queens aus. Wäre es nach dem Saalpublikum gegangen, hätte die Gruppe Queentastic das Land der Fjorde in Athen vertreten.

Die Halle tobte beim Vorentscheid in Oslo, als das Travestie-Glamour-Duo Geir and Dean bei seiner Disconummer "Absolutely Fabulous" einen halben Striptease zeigte. Die stimmberechtigten Zuschauer an den Bildschirmen entschieden sich aber für die leisen Töne einer märchenhaften, damals 20-Jährigen: Christine Guldbrandsen gewann mit dem Titel "Alvedansen" - was übersetzt Elfentanz heißt. Für Queentastic blieb am Ende sogar nur der dritte Rang hinter dem Männerduo Hans Petter Moen und Kim Arne Hagen.

Karrierestart mit drei Jahren

Guldbrandsens Siegertitel "Alvedansen" vermischte Klassik mit Pop und bekam durch den Einsatz des norwegischen Nationalinstruments - der so genannten Hardanger Geige - seinen typisch nordischen Charakter. Um diesen nicht zu zerstören, verzichtete die Sängerin im Finale auch auf eine englische Version ihres Beitrages. Das Vertrauen in ihren Song und ihr Können kommt bei Cristine Guldbrandsen nicht von ungefähr: Die Gesangskarriere der "norwegischen Elfe" begann bereits mit drei Jahren in einem Chor in Bergen.

Doch weder lange Erfahrung noch elfenhaftes Weiß und wehende Haare brachten der Norwegerin den erhofften Sieg: Platz 14 für den Elfentanz.

Dieses Thema im Programm:

Das Erste | Eurovision Song Contest | 20.05.2006 | 21:00 Uhr