Schweden: Lena Philipsson

Lena Philipsson bei der Probe des ESC Finale 2004 © dpa Foto: Kerim Okten

Schon vor dem Vorentscheid war Lena Philipsson in Schweden bekannt wie ein bunter Hund, doch seitdem dürfte sie jeder auch im verlassensten Winkel des Landes kennen. Öffentlichkeitswirksam, weil garantiert aufsehenerregend, räkelte sie sich bei ihrem Auftritt im schwedischen Fernsehen lasziv an einer Go-Go-Stange und löste damit heftige Diskussionen aus.

Ihrem Erfolg schadete die Einlage nicht, Philipsson setzte sich gegen 31 Konkurrenten durch. Jury und Fernsehzuschauer stimmten mit eindeutiger Mehrheit für die 38-Jährige. "Klar, das mit der Stange war cool, aber den Leuten hat vor allem das Lied gefallen", sagte sie nach der Show. In Istanbul sang sie ihren Dance-Pop-Song "Det Gör Not" unter dem englischen Titel "It Hurts". Und die Stange ließ sie lieber in Schweden. Dennoch konnte sie das Publikum soweit überzeugen, dass sie den 5. Platz ergatterte.

Die Ursprünge ihrer nationalen Bekanntheit liegen in den 80er-Jahren. In der Mitte des Jahrzehnts trat Lena Philipsson drei Mal beim Vorentscheid an, der seit den Erfolgen von ABBA in Schweden jährlich Millionen Menschen vor die Fernsehbildschirme holt und stets mit hochklassigen Künstlern besetzt ist. Philipsson avancierte zum Schlager-Star, ihre Lieder liefen bei vielen Radiostationen. Seit 1988 hat sie acht Platten veröffentlicht. Im Jahr 1991 wechselte sie zwischenzeitig das Genre und moderierte ihre eigene TV-Show. 2003 führte sie im schwedischen Fernsehen durch den nationalen Vorentscheid.

Dieses Thema im Programm:

Das Erste | Eurovision Song Contest | 15.05.2004 | 21:00 Uhr