Stand: 09.05.14 01:49 Uhr

Bericht: Mit der Jury im Tivoli

von Marie Marzahn

So prominent war ein Bus wohl selten besetzt: In der hintersten Reihe sitzt Sido, auf den Plätzen weiter vorne Andreas Bourani, Madeline Juno, Jennifer Weist, Sängerin von Jennifer Rostock, Tim Bendzko, sein Manager Konrad Sommermeyer und die Mädels von Elaiza. Sie alle wollen zum Tivoli, Kopenhagens berühmten Freizeitpark.

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Fünf Musiker, fünf Meinungen

Achterbahn und Presserummel

Doch vor der Achterbahn wartet auf die prominente Reisegruppe ein Pressetermin. Alle wollen wissen: Für wen hat die deutsche Jury gestimmt? Am Donnerstagabend sehen Sido, Andreas Bourani, Madeline Juno, Jennifer Weist und Konrad Sommermeyer das zweite Halbfinale live in der Arena - ihre Punkte haben sie aber schon am Mittwoch vergeben. Gemeinsam haben sie sich das Jury-Halbfinale angeschaut und diskutiert.

Authentizität punktet

Elaiza und die deutsche Jury im Tivoli © NDR Fotograf: Rolf Klatt

Unsere Experten: Die deutsche Jury im Kopenhagener Tivoli.

"Ich achte auf Komposition, Text und Stimme. Und natürlich das Drumherum", sagt Andreas Bourani. Seine aktuelle Single "Auf uns" steht aktuell auf Platz eins der deutschen Singlecharts. Er hat offenbar alles richtig gemacht. Sein Tipp für eine erfolgreiche Performance: authentisch sein. Jennifer Weist sieht das ähnlich. "Wenn da im Hintergrund auf einem Trampolin gesprungen wird, geht alles verloren", sagt sie. Auch sie selbst performt auf der Bühne authentisch und rockig - das nächste Mal übrigens am 10. Mai bei der ESC-Party auf der Hamburger Reeperbahn. Auch Sido und Andreas Bourani werden dabei sein.

Lob für Elaiza

Jennifer Weist hat Elaiza zum ersten Mal persönlich getroffen. "Das sind auf jeden Fall coole Mädels. Ich habe sie heute kennengelernt und die sind echt gut drauf", sagt sie. Bei den deutschen ESC-Teilnehmerinnen scheint sich die Jury einig zu sein. Andreas Bourani fasst es so zusammen: "Die machen das schon super, die Mädels. Sie sollen einfach sie selbst bleiben."

Sido mag's originell

Doch beim Musikgeschmack gehen die Meinungen dann doch etwas auseinander. Konrad Sommermeyer, Jennifer Weist und Andreas Bourani wollen sich nicht festlegen. Sido mag "Three Minutes To Earth" von The Shin & Mariko wegen ihrer Originalität. Aber auch Basims "Cliché Love Song" gefällt ihm. "Es geht nicht darum, einer Meinung zu sein", sagt der Rapper zur Jurywertung. Und die Vielfalt macht es ja auch viel spannender.

Madeline Juno steht auf leise Töne

"Calm After The Storm" von The Common Linnets aus den Niederlanden hat es Madeline Juno angetan. Die Singer-Songwriterin stand zusammen mit Elaiza im deutschen Vorentscheid auf der Bühne, schied aber vor der Endrunde aus. "Es ist toll, trotzdem Teil des Ganzen zu sein", sagt Madeline Juno zu ihrem Job als ESC-Jurymitglied.

Wie viele Punkte die Jurymitglieder vergeben haben, verraten sie aber nicht. Und das dürfen sie auch gar nicht. Das Voting ist streng geheim. Schließlich entscheiden noch zu 50 Prozent die Zuschauer.

Tim Bendzko auf der Ersatzbank

Sollte plötzlich und unerwartet jemand aus der Jury ausfallen, steht im Hintergrund Ersatz bereit: Tim Bendzko. Für ihn ist der heutige Tag in Kopenhagen ein bisschen wie Urlaub. Statt vor der Kamera zu posieren, drückt er lieber selbst auf den Auslöser. Er hat seinen Fotoapparat dabei und knipst Bilder für das private Album. Bestimmt hat er auch Elaiza abgelichtet. Ela, Yvonne und Natalie strahlten nämlich besonders. Sie durften nach dem offiziellen Pressetermin im Tivoli Karussell fahren. Und darauf haben sie sich schon seit Tagen gefreut.

Dieses Thema im Programm:

Das Erste | Eurovision Song Contest | 10.05.2014 | 21:00 Uhr