Stand: 06.05.2011 16:30 Uhr  | Archiv

Locken, Logan und Lena-Herzen

von Ada von der Decken

Lena-Herzen als Gaumenschmaus

Einige Straßen weiter feilen zwei Düsseldorfer Bäckermeister an einem speziellen ESC-Angebot: Josef Hinkel und Thomas Scholz formen aus Hefeteig Notenschlüssel. Die Herausforderung: Der Teig muss zusammenwachsen, damit er unter der Theke nicht trocken wird. Trotzdem soll das Teilchen noch als Notenschlüssel zu erkennen sein und nicht etwa wie ein kaufmännisches "&"-Zeichen aussehen.

Zwei Bäckermeister formen Violinschlüssel aus Hefeteig © NDR Foto: Rolf Klatt
Bäckermeister Josef Hinkel und Thomas Scholz formen originelles Hefegebäck.

Die beiden rollen den Teig mit flinken Händen aus und finden nach etwas Probieren den richtigen Dreh. Zwei Dutzend dekorative Violinschlüssel liegen nach zehn Minuten auf einem Blech. Bereits in der Auslage liegt ein Weizenmischbrot in Herzform - das "Lena-Herz". Für die kommende Woche ist weiteres Schaugebäck zum Thema Eurovision Song Contest geplant.

Auch die Fanclubs verbreiten ESC-Flair in der Stadt: Das Quartier Bohème in der Ratinger Straße, wo abends die Delegationen und Journalisten feiern, ist tagsüber der erste Anlaufpunkt für die Fans. An diesem Donnerstag beantworten Michael Ziege und Bernd Korpasch von den beiden großen deutschen Fanclubs alle Fragen, die den ESC-Anhängern unter den Nägeln brennen: "Wie komme ich in den Euroclub? Wann gibt es Autogrammstunden? Wann feiert welche Delegation?", lauten die meistgestellten Fragen. Als Johnny Logan plötzlich zur Tür hereinkommt, sind Michael Ziege und Bernd Korpasch allerdings überrascht. Damit haben auch die beiden ESC-Insider in diesem Moment nicht gerechnet.

Johnny Logan schneit spontan herein

Johnny Logan lehnt an der Bar im Quartier Bohème © NDR Foto: Rolf Klatt
Die Grand-Prix-Legende Johnny Logan schaut spontan im Quartier Bohème vorbei.

Der zweifache Grand-Prix-Gewinner aus Irland ist bester Laune. Gerne lässt er sich spontan ablichten. Dafür befreit er sich schnell von seiner Tasche: "Nur fürs Protokoll: Das ist keine Männerhandtasche, sondern eine Umhängetasche. So eine hat Crocodile Dundee auch!", lacht er. Dass er ein Magnet für jeden ESC-Fan ist und laufend um Fotos und Autogramme gebeten wird, nimmt er gelassen: "Ich bin Sänger. Natürlich gehe ich gerne raus, um diejenigen zu treffen, die mich zum Künstler machen: die Fans nämlich!"

Für die ESC-Anhänger ist auch Werner Stamme da: Er betreibt einen Laden für Fanartikel und Souvenirs in der Innenstadt. Gerade wartet er auf Nachschub: Tassen und Broschen mit dem Slogan "Feel your heart beat" sind gerade ausverkauft. Doch es sind nicht nur die ausländischen Fans, die hier einkaufen. Eine Düsseldorferin kommt herein und lässt sich die Auswahl der T-Shirts zeigen. Ihre Tochter hat bereits Karten für das Finale am 14. Mai und wünscht sich dafür auch das passende Outfit.

Die ESC-Trendfrisuren sind Locken

Die Friseurin Michelle Radike frisiert eine Kundin in der Schwarzkopf-Lightbox. © NDR Foto: Rolf Klatt
"Locken und Volumen liegen beim ESC im Trend", sagt Friseurin Michelle Radike.

Auf einer Grünfläche hat der ESC-Sponsor Schwarzkopf eine so genannte Lightbox errichtet - einen vorübergehenden Friseursalon. Die Fassade hat Karl Lagerfeld im Scherenschnitt-Stil gestaltet. Drinnen setzt Michelle Radike zum Schnitt mit der Schere an. "Ich möchte aussehen wie ein Star", bekommt sie oft zu hören.

Das bedeutet meist: viel Volumen und Locken. Dann noch immer so natürlich auszusehen wie Lena ist dabei die Devise. Auch die Jedward-Frisur ist kein Problem für die junge Frau: Toupieren, ein Volumenpuder verpassen und schließlich noch mit viel Haarspray fixieren sei der Trick - eine gewisse Haarlänge natürlich vorausgesetzt. Damit das auch klappt, hat sich Michelle Radike diese Frisur bei der Salon-Eröffnung selbst gestylt.

Dieses Thema im Programm:

Das Erste | Eurovision Song Contest | 14.05.2011 | 21:00 Uhr

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