Stand: 14.03.14 01:15 Uhr

Oceana: Kosmopolitin mit Künstlerblut in den Adern

Viele Wege führen nach Hamburg - heißt es schon in einem bekannten Sprichwort. Naja, nicht ganz, aber so ähnlich. Zumindest im Falle von Oceana trifft aber genau das zu: Aus allen Richtungen der Welt setzt sich ihre Familiengeschichte zusammen, doch sie führt beständig immer wieder nach Deutschland in die schöne Hansestadt zurück. Würde man es kurz fassen wollen, könnte man sagen: Bei der geballten künstlerischen Erfahrung in Oceanas Familie ist ihr Weg auf die große Bühne quasi vorprogrammiert gewesen. Aber lassen wir uns ein wenig mehr Zeit.

Eine Künstlerfamilie durch und durch

Schon Oceanas Großeltern sind ein Künstlerpaar und spielen eine große Rolle in ihrem Leben: Ihre Großmutter, die Malerin Gudrun Piper, wurde in Japan geboren, kehrt nach Deutschland zurück und verbringt ihr Leben mit Ehemann, Maler und Hochschulprofessor Max Herman Mahlmann in Wedel bei Hamburg. Oceanas Mutter trägt das kreative Erbe dann nach Paris und New York weiter, wo sie als Modedesignerin arbeitet, bis schließlich noch die Musik in die Familie einzieht: In den USA lernt Oceanas Mutter einen französischen DJ mit karibischen Wurzeln kennen - und heiratet ihn. Da beide Eltern beruflich viel unterwegs sind, wächst die kleine Oceana abwechselnd in den USA und Deutschland auf und verbringt viel Zeit mit den Großeltern nahe Hamburg.

Kunst als logische Konsequenz

Wen wundert es da noch, dass auch Oceana einen künstlerischen Beruf ergreift - und mit großer Selbstsicherheit auf der Bühne steht. Sie bildet sich zur Tänzerin und Sängerin aus, arbeitet als Choreografin für Musikvideos mit Fettes Brot und Seeed zusammen. Dort lernt sie auch als Backgroundsängerin die großen Bühnen kennen, bevor sie sich 2009 mit ihrem Debüt "Love Supply" musikalisch selbstständig macht. Den finalen "push", wie sie sagt, gibt ihr dabei Jazz-Legende Maceo Parker: Als ein alter Freund der Familie holt er Oceana bei privaten Familienfesten schon als kleines Mädchen zum Improvisieren mit auf die Bühne.

Surfen auf der Erfolgswelle

Seitdem surft Oceana auf einer musikalischen Erfolgswelle, sie tourt im Vorprogramm von Lionel Richie und arbeitet für ihr zweites Album mit dem Produzenten von Kylie Minogue zusammen. 2012 landet sie zwar keinen musikalischen, dafür einen kommerziellen Coup: Für die Europameisterschaft in Polen und der Ukraine steuert sie den offizielle EM-Hymne "Endless Summer" bei.

Kann sie auch ESC?

Diese Frage wird 2014 leider unbeantwortet bleiben. Und das, obwohl Oceana von Frankreich bis Osteuropa bekannt und beliebt ist. Als waschechte Kosmopolitin mit Stadienerfahrung. Doch all das bringt ihr beim Eurovision Song Contest nichts: Das deutsche Vorentscheidspublikum gibt ihr keine Chance für eine Fahrkarte nach Kopenhagen.

Dieses Thema im Programm:

Das Erste | Eurovision Song Contest | 13.03.2014 | 20:15 Uhr