Die lettische Band PeR © PeR/Linda Rutule, Dzintars Melnstrazds, Ritvars Sproģis
Stand: 16.05.13 23:37 Uhr

Porträt

PeR lieben Glitter und Pop

von Patricia Batlle

Viel Glitter, viel Haut und ein energiegeladener Auftritt zum Popsong: Mit diesen Zutaten hat es beim vierten Anlauf auf den lettischen Eurovisions-Vorentscheid Eirodziesma endlich für die Gruppe PeR geklappt. 2009 startete die Band als Trio, bestehend aus Ralphs Eiland, Péteris Uplieks und Edmunds Rasmanis, den ersten Versuch, mit ihrer Mischung aus Vocalakrobatik und Beatbox beim Publikum zu punkten. Der erlangte neunte Platz entmutigte das Trio mitnichten, 2010 versuchten die drei es mit dem Titel "Like A Mouse" noch einmal.

Die Band PeR auf der Bühne des lettischen ESC-Vorentscheids. © PeR/Linda Rutule, Dzintars Melnstrazds, Ritvars Sproģis

Lettland: PeR - "Here We Go"

Ein dynamischer Rap-Popsong mit einer Prise Robbie Williams und viel Mitklatsch-Potenzial. Das Vocalduo ist über die lettischen Grenzen hinaus bekannt.

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Beim vierten ESC-Anlauf mehrere Eisen im Feuer

Ob der erneute Misserfolg dazu führte, dass ein Jahr später Péteris aus der Band austrat, ist nicht bekannt. Das verbleibende Duo unternahm mit dem Dancefloor-Titel "Disco Superfly" 2012 den Versuch, das Ticket nach Aserbaidschan zu lösen und erkämpfte Rang fünf. Voller Elan qualifizierten sich Ralphs und Edmunds dieses Jahr erneut für Eirodziesma und reichten als einzige Band zwei höchst unterschiedliche Songs ein. Das introvertierte "Sad Trumpet" landete auf dem letzten Rang. Überzeugen konnten die beiden die Televoter hingegen mit dem Rap-Popsong "Here We Go", der gleich mit dem Refrain startet.

Die lettische Band PeR © PeR/Linda Rutule, Dzintars Melnstrazds, Ritvars Sproģis

Keine perfekten Tänzer, dafür gute Entertainer: Ralphs Eilands (rechts) und Edmunds Rasmanis.

Nun holt sich das Duo Verstärkung aus Schweden, um eine gute Tanzchoreographie auf der großen Bühne hinzukriegen: "Ich bin kein guter Tänzer", hatte Leadsänger Ralphs Eiland in einem Gespräch mit der Presse bekannt, und behauptet, kein konkretes Ziel für Malmö zu haben. Außer: "gut zu singen und uns gut auf der Bühne zu bewegen". Der Lette, 2012 in der Jury für die nationale Punktevergabe für das ESC-Finale, erwartet von jedem Auftritt beim ESC-Finale, dass er sich für die Zuschauer so anfühlt, als würde gerade seine Lieblingsband live auftreten.

PeR: Please Explain The Rhythm

Die Formation ist über Landesgrenzen hinaus bekannt von Konzerten im Baltikum und ist mehrfach in einer populären russischen Fernseh-Weihnachtsshow aufgetreten. Darüber hinaus hat PeR, Abkürzung für "Please Explain The Rhythm", schon einige Videoawards in Dänemark und Mexiko mit ihrer Single "Go Get Up" gewonnen. Obwohl die Band 2007 gegründet wurde, hat sie erst 2012 ihr Debütalbum herausgebracht.

Mit ihrem selbst komponierten Song "Here We Go" konnten sie im zweiten Halbfinale in Malmö jedoch nicht bestehen. Bislang haben in der 13-jährigen Eurovisionsgeschichte Lettlands die englischsprachigen Titel am besten abgeschnitten. Dazu zählt Brainstorms Debüt "My Star", das auf Platz drei landete. 2002 sang Marie N "I Wanna" und siegte in Tallinn.

Dieses Thema im Programm:

Das Erste | Eurovision Song Contest | 18.05.2013 | 21:00 Uhr